Unternehmensgeschichten

© BASF Corporate History
Seit über 25 Jahren betreut die GUG Unternehmensgeschichten. Dabei unterstützt sie Autoren, Herausgeber und Auftraggeber in allen Phasen der Geschichtsschreibung – von der Konzeption bis zum druckreifen Manuskript. Die Projekte sind vielfältig: Neben Studien zu speziellen Aspekten der historischen Entwicklung eines Unternehmens stehen Gesamtstudien, die die Geschichte von Unternehmen umfassend analysieren. Jubiläen sind häufig Anlass unserer Studien, der Mehrwert bleibt jedoch durch unsere Konzepte nachhaltig.
Im Laufe der Jahre war die GUG Kooperationspartner der Ausführ-Kreditgesellschaft mbH (AKA), der Baden-Badener Unternehmergespräche, des Bankhauses Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, der Beiersdorf AG, der Borgers SE & Co. KG, des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), der Business Angels Frankfurt, der Deutschen Bahn AG, der Diskont und Kredit AG, der E.ON AG, der Heraeus Holding GmbH, der Hugo Boss AG, der C. Illies & Co. Handelsgesellschaft mbH, der KPMG AG, der Knorr-Bremse AG, der Kurtz-Ersa Group, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Linde AG, der Lombardkasse AG, der Melitta AG, der Merck KGaA, der Messer Group, von Munich Re, der Otto Dunkel GmbH, der Optischen Werke G. Rodenstock GmbH, der Robert Bosch GmbH, der Sparda-Bank Frankfurt (Main) eG, der Stadtwerke München, der Südzucker AG, der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, der Versicherungskammer Bayern, des Zentralverbandes der Deutschen Elektroindustrie (ZVEI), der Zeppelin-Stiftung und von Zimmer & Rohde.
Aufgrund ihrer langjährigen und vielfältigen Erfahrung kann die GUG ein umfassendes Spektrum von Dienstleistungen aus einer Hand bieten. Die GUG führt Vorstudien und Machbarkeitsstudien durch, um die Quellenlage zu sichern und eine inhaltlich fundierte Konzeption zu erstellen. Sie erstellt für ihre Auftraggeber inhaltliche Konzepte sowie Umsetzungskonzepte, Kostenvoranschläge und Zeitpläne, sucht und betreut Autoren, recherchiert Quellen, entwirft Verträge, wählt die geeigneten Verlage aus und begleitet Buchpräsentationen oder andere Veranstaltungen rund um die historische Kommunikation.

Autoren unserer Studien sind in der Regel Hochschulmitarbeiter bzw. professionelle, ausgewiesene Unternehmenshistoriker. Mit unserem weltweiten Netzwerk sind wir in der Lage, für die verschiedenen Fragestellungen einer historischen Studie jeweils qualifizierte und kompetente Historiker zu finden. Basierend auf dieser Fachkompetenz ist das Ergebnis unserer Studien ein Mehrwert für das Unternehmen.
Die Geschäftsführerin der GUG, Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger
, steht für Auskünfte und Beratung jederzeit gerne zu Ihrer Verfügung.

Neuerscheinungen

Dietmar Bleidick, Die Ruhrgas 1926 bis 2013 Aufstieg und Ende eines Marktführers, Berlin 2017

Die vorliegende Studie untersucht die Geschichte der Ruhrgas AG zwischen ihrer Gründung Mitte der 1920er Jahre und ihrer Integration in den E.ON-Konzern 2013. Entstanden im Kokereigaszeitalter zum Aufbau einer deutschlandweiten Ferngasversorgung, erreichte die Ruhrgas dieses Ziel nach Beginn des Erdgaszeitalters in den 1960er Jahren.

Nach der langjährigen Marktführerschaft in Deutschland wurde das Unternehmen nun zur zentralen europäischen Größe. Es initiierte den europäischen Erdgasverbund und trug mit dem Import sowjetischen Erdgases maßgeblich zur Entspannungspolitik im Ost-West-Konflikt bei. Damit galt die Ruhrgas bis zum systematischen Bedeutungsverlust durch die Energiemarktliberalisierung der vergangenen zwei Jahrzehnte als Synonym für die Gaswirtschaft überhaupt.

Das Buch beleuchtet erstmals eingehend die Geschichte des Unternehmens und der Branche im 20. und 21. Jahrhundert und schließt damit ein bedeutendes Desiderat.

Johannes Bähr/Paul Erker/Maximiliane Rieder, 180 Jahre KraussMaffei. Die Geschichte einer Weltmarke, München 2018

Die außergewöhnliche Geschichte von KraussMaffei reicht bis zu den Anfängen der deutschen Industrie zurück. Geprägt vom kontinuierlichen Wandel entwickelte sich aus den Lokomotivfabriken Maffei und Krauss ein Produzent von Omnibussen, Kettenfahrzeugen und Maschinen. Nach vielen Eigentümerwechseln ist KraussMaffei heute einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoff und Gummi. Die Autoren haben die 180-jährige Historie dieses ältesten Münchner Großunternehmens erstmals erforscht und bewerten seine Rolle im Kontext der bayerischen und deutschen Geschichte. Dabei zeigt sich, dass KraussMaffei über alle Veränderungen hinweg seine Identität bis heute bewahren konnte.
Innerhalb der Geschichte deutscher Traditionsunternehmen nimmt KraussMaffei gewissermaßen eine Sonderrolle ein, die sich jedem gängigen Schema entzieht. Das Ungewöhnliche ist dabei nicht so sehr die Entwicklung vom Lokomotiv- zum Maschinenbau, in der sich der technologische Wandel des letzten Jahrhunderts widerspiegelt, als vielmehr die Fülle der Wendungen, Krisen und Brüche, die dieses Unternehmen über viele Jahrzehnte geformt haben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten Maffei und Krauss zu den großen, international renommierten Namen der deutschen Industrie. Zur Jahrtausendwende existierte KraussMaffei hingegen nicht mehr als eigenständiges Unternehmen, und kaum jemand durfte damals damit rechnen, dass es heute auf eine 180-jährige Geschichte zurückblicken kann. Ein solches Jubiläum ist in der Welt der Wirtschaft ohnehin selten, doch bei KraussMaffei wurde es Wirklichkeit: Aus einem der ehemals größten Unternehmen Münchens ist ein spezialisierter, global agierender High-Tech-Konzern geworden.


480 Seiten
17,0 x 24,0 cm
Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-8275-0119-6
€ 35,00 [D] / € 36,00 [A] / CHF 47,90*

Louis Pahlow/André Steiner, Die Carl-Zeiss-Stiftung in Wiedervereinigung und Globalisierung 1989 - 2004, Göttingen 2017

Die Carl-Zeiss-Stiftung und ihre Unternehmen in Ost und West im Wandel infolge von Wiedervereinigung und Globalisierung.

Die Entwicklung der Carl-Zeiss-Stiftung und ihrer Unternehmen vom Ende der 1980er Jahre bis in das neue Jahrtausend ist ein Musterbeispiel für den Wandel in Ost und West infolge von Wiedervereinigung und Globalisierung. Die traditionell in Jena ansässigen Zeiss-Betriebe waren Teil des radikalen Umbaus der ostdeutschen Unternehmen im Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Aber auch die in der Bundesrepublik entstandenen Stiftungsunternehmen hatten mit bereits länger bestehenden strukturellen Problemen zu kämpfen, die die Vereinigung der Zeiss-Stiftungen Ost und West mitbestimmten. Die alte Stiftungsverfassung erwies sich in diesem Prozess zunehmend als Hemmschuh, mit der dem Boom der Aktien- und Technologiemärkte am Ende der 1990er Jahre und damit den aktienrechtlichen Verheißungen wenig entgegengesetzt werden konnte. Der Reformprozess hat nicht nur die Stiftung als Eigentümer bewahrt, sondern den Unternehmen auch das notwendige Maß an Autonomie verschafft und die Einheit der Stiftungsbetriebe wiederhergestellt. Dieser konfliktreiche, aber letztlich erfolgreiche Prozess wird anhand teils erstmals gesichteter Archivquellen, wie der der Treuhandanstalt, rekonstruiert.

Bankenverband Hessen 1947 - 2017, Festschrift

70 Jahre Bankenverband Hessen e.V. - ein Grund zum Feiern, zur Rückbesinnung und zum Blick in die Zukunft.

Johannes Bähr/Paul Erker, NetzWerke - Die Geschichte der Stadtwerke München, München 2017

München leuchtet - In der Entwicklung der kommunalen Daseinsvorsorge spiegelt sich die Geschichte einer Stadt. Johannes Bähr und Paul Erker zeigen in einem eindrucksvollen Panorama, wie in München über mehr als zweihundert Jahre hinweg aus bescheidenen Anfängen eine umfassende Versorgungswirtschaft entstand. Es wird deutlich, dass der Aufstieg der Stadt mit bahnbrechenden Leistungen bei der Wasser- und Energieversorgung wie bei den Verkehrsbetrieben zusammenhing. Erstmals untersuchen die beiden Historiker auch die Rolle der Münchner Stadtwerke im »Dritten Reich« und darüber hinaus die große Transformation von der defizitären Kommunalbehörde zum erfolgreichen Infrastrukturdienstleistungskonzern. Die Stadtwerke München schlugen dabei einen eigenen Weg ein, der nicht nur die Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen sicherte, sondern sie auch um zum größten Kommunalversorger Deutschlands werden ließ.


Rezension

Roman Köster, Standort weiß-blau. 125 Jahre Deutsche Bank in Bayern, München 2017

Seit 125 Jahren ist die Deutsche Bank ein wichtiger Teil der bayerischen Wirtschaft. Als erste der Berliner Großbanken wagte sie am 1. Juli 1892 den Schritt von Preußen nach Bayern und eröffnete in München die «Bayerische Filiale der Deutschen Bank». Die Konkurrenz am aufstrebenden Finanzplatz München war groß. Doch kein anderes Institut hatte so viele gute Verbindungen in Europa, Amerika, Asien, Afrika und sogar Australien. Dies gilt unverändert noch heute. Ihr internationales Netzwerk und ihre Kapitalmarktkompetenz macht sie zum wertvollen Partner der bayerischen Unternehmen.
Die reich bebilderte Publikation zeigt, wie tief die Deutsche Bank in Bayern verwurzelt ist und wie eng sie den Aufstieg des Freistaats zum dynamischen Industrie- und Technologie-Standort begleitet.

Jörg Lesczenski/Thomas Mayer/Andrea H. Schneider (Hg.), Vom Bocholter Wattefritzen zum internationalen Automobilzulieferer, Essen 2016

Die Geschichte der Unternehmensgruppe Borgers ist außergewöhnlich. Anders als die meisten deutschen Unternehmen existiert Borgers seit weit mehr als 100 Jahren und wird seit der Betriebsgründung 1866 kontinuierlich von Angehörigen der Gründerfamilie geführt. In den zurückliegenden 150 Jahren musste sich das Bocholter Unternehmen immer wieder neu erfinden, um nicht im Strudel der wirtschaftlichen und politischen Krisen im 19. und 20. Jahrhundert unterzugehen. Die drei Autoren zeichnen nach, wie sich Borgers von einer kleinen Wattefabrik zu einem international aufgestellten Systemlieferanten in der Automobilbranche entwickelte. Die Studie beschreibt das vielfältige Zusammenspiel von Familie und Unternehmen und setzt sich detailliert mit den Generationen der Familie Borgers und ihren Streitigkeiten auseinander, die das Unternehmen bisweilen an den Abgrund führten.

Susanne Kill/Christopher Kopper/Jan-Henrik Peters (Hg.), Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR. Häftlingszwangsarbeit und Gefangenentransporte in der SED-Diktatur, Essen 2016

Der Strafvollzug an politischen Gefangenen in der DDR ist eines der bedrückendsten Kapitel in der Geschichte der SED-Diktatur. Nicht nur dass das Gefängnissystem der DDR als besonders rückständig galt, auch die Arbeit von Gefangenen war innerhalb der sozialistischen Planwirtschaft eine feste Größe in der DDR-Ökonomie. Viele der politischen Gefangenen erlebten die Haftzwangsarbeit als besonders demütigend. Auch die Staatsbahn der DDR, die Deutsche Reichsbahn, war in den Strafvollzug eingebunden. Zunächst einmal ganz offensichtlich, indem die Reichsbahn bis zum Ende der DDR Zellenwagen für den Häftlingstransport zur Verfügung stellte. Weniger bekannt aber ist, dass Gefangene bereits seit den 1950er Jahren für die Deutsche Reichsbahn arbeiteten. Die Deutsche Bahn AG hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben. Die Autoren des Buches gehen den Fragen nach: «Wann, wo und unter welchen Bedingungen wurde für die Deutsche Reichsbahn in der DDR Häftlingszwangsarbeit geleistet?» Zeitzeugen schildern ihre individuellen Erfahrungen mit dem Strafvollzug.

Aktuelle Projekte

Geschichte Bankhaus C.L. Seeliger
Autoren: Dr. Stephanie Tilly/Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger
Geschichte der adidas AG
Autoren: Prof. Dr. Christian Kleinschmidt/Dr. Rainer Karlsch/Dr. Jörg Lesczenski/Dr. Anne Sudrow
150 Jahre Deutsche Bank
Mitarbeiter: Matthias Kemmerer
100 Jahre Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Autoren: Prof. Dr. Johannes Bähr/Prof. Dr. Christopher Kopper
Geschichte der Alpirsbacher Klosterbräu
Autorin: Vanessa Staufenberg
Geschichte H. Schmincke & Co. GmbH & Co. KG
Geschichte des ZVEI in der NS-Zeit
Autor: Prof. Dr. Johannes Bähr
Geschichte 150 Jahre Sartorius


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