Publikationen

© Bitburger Braugruppe GmbH
Die GUG wirkte an einer Reihe von Publikationen mit, die im Rahmen von Forschungsaufträgen oder als Kooperationsprojekte entstanden sind.

Neuerscheinungen

Jörg Lesczenski, Andrea H. Schneider-Braunberger, Farben für die Kunst. Die Geschichte der Künstlerfarbenfabrik H. Schmincke & Co. Prestel Verlag, München 2021.

Inhaber geführte Unternehmen aus Deutschland gehören vor allem auf Nischenmärkten häufig zur Weltspitze. Unter den Produzenten von Künstlerfarben behauptet das Familienunternehmen H. Schmincke & Co. seit nunmehr fast 140 Jahren seinen Platz. Was mit den beiden Unternehmensgründern Josef Horadam und Hermann Schmincke 1881 begann, setzt sich bis in die Gegenwart hinein fort: „Meliora cogito“ – „Ich trachte nach dem Besseren“. Der Anspruch, mit feinen und feinsten Farben bester Qualität sowohl Profi- als auch Hobbykünstler zu bedienen, verbindet Vergangenheit und Gegenwart.
Andrea Schneider-Braunberger und Jörg Lesczenski zeichnen lebendig die Strategien Schminckes vom späten 19. Jahrhundert bis ins Zeitalter der Globalisierung nach und beschreiben das spannende Wechselspiel zwischen Familien- und Unternehmensgeschichte. Über vier Generationen haben die stets schwierige Suche nach geeigneten Nachfolgeregelungen und zähe Familienkonflikte die Geschichte Schminckes immer wieder belastet, den Erfolg des Unternehmens letztlich aber nicht entscheidend in Frage gestellt.

Hartmut Berghoff, Christian Kleinschmidt, Stephan H. Lindner, Luitgard Marschall, Sartorius 1870 - 2020. Piper Verlag, München 2021.



Die Sartorius AG ist als international führender Life-Science-Konzern und Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie in die Entwicklung und Herstellung neuartiger Medikamente involviert. Mit seinen innovativen Lösungen trägt das 1870 gegründete Unternehmen, das sich zunächst auf die Produktion hochpräziser Waagen fokussierte, seit inzwischen mehr als 150 Jahren dazu bei, Forschungsarbeit zu beschleunigen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die Ergebnisqualität zu verbessern.

In den verschiedenen Epochen ihrer Geschichte sah sich die Sartorius AG vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Kenntnisreich und lebendig beleuchten vier renommierte Historiker aus verschiedenen thematischen Perspektiven die Entwicklung von Sartorius von einem eignergeführten Familienunternehmen mit handwerklichen Wurzeln zu einem managergeführten, weltweit agierenden Hochtechnologiekonzern.

Manfred Grieger, Rainer Karlsch, Ingo Köhler: Expansion um jeden Preis - Studien zur Wintershall AG. Zwischen Krise und Krieg, 1929-1945. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2020.





Anfang 2019 beauftragte die Wintershall Holding GmbH ein Expertenteam der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte damit, die Geschichte des Unternehmens im Nationalsozialismus professionell aufzuarbeiten. Anlass dafür bot neben dem 125-jährigen Firmenjubiläum der Wintershall auch die nahezu parallel stattfindende Unternehmensfusion mit der ebenso traditionsreichen DEA (Deutsche Erdöl AG). Beide Ereignissen ließen ein neues Bewusstsein für die Bedeutung der eigenen Geschichte entstehen.
Die daraus hervorgegangene Publikation nähert sich der Geschichte des Unternehmens im Nationalsozialismus über drei unterschiedliche Aktionsfelder an, in deren Kontexten Wintershall mit dem nationalsozialistischen Regime verstrickt war. Rainer Karlsch beschäftigt sich zunächst mit dem ökonomischen Aufstieg der Wintershall AG seit den späten 1920er Jahren. Dafür waren neben der Einbindung des Unternehmens in das dirigistische Wirtschaftssystem und der Autarkie- und Kriegswirtschaft die wirtschaftspolitischen Zielvorstellungen des damaligen Firmendirektors August Rosterg zentral. Mittels einer akteursorientierten Perspektive rückt Ingo Köhler im zweiten Essay die Person August Rostergs in den Fokus und skizziert die Ambivalenz aus Nähe und Distanz, mit der sich Rosterg im Beziehungsnetzwerk des NS-Regimes bewegte. Köhler untersucht in diesem Zusammenhang unter anderem die möglichen Motive der persönlichen Verstrickung Rostergs mit dem Regime. Der dritte Essay beschäftigt sich mit dem Thema Zwangsarbeit bei Wintershall. Darin zeichnet Manfred Grieger die rassistische Diskriminierung der Zwangsarbeiter nach und beschreibt dabei auch, wie die Gesamtbelegschaft – mit Ausnahme einiger kleiner Widerstandsgruppen – die skrupellose Praxis gegenüber den Zwangsarbeitern tolerierte und teilweise aktiv stützte.

Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (Hg.), Geschichte der Mast-Jägermeister SE 1878 bis 1997, Klartext-Verlag, Essen 2020.



Im Buch wird auf die über 140 Jahre umfassende Unternehmens-geschichte der Mast-Jägermeister SE zurückgeblickt.
Die Gründung des Unternehmens erfolgte durch den Kauf des noch heute existierenden Stammhauses im niedersächsischen Wolfenbüttel im Juli 1878 durch Wilhelm Mast. Sein Sohn Curt Mast übernahm später das Unternehmen seines Vaters, erfand den Kräuterlikör und die heute weltbekannte Marke und brachte den Jägermeister 1935 auf den Markt. Heute ist das Familienunternehmen mit seinen Produkten in über 140 Ländern präsent und bekennt sich nach wie vor zu seiner Heimatstadt Wolfenbüttel.
Die vorliegende Unternehmensgeschichte untersucht verschiedene Phasen der Unternehmens- und Markenentwicklung, strukturelle und organisatorische Veränderungen sowie die relevanten Akteure des Familienunternehmens zwischen 1878 und 1997.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Verlags
.

Manfred Grieger, Sartorius im Nationalsozialismus, Generationswechsel im Familienunternehmen zwischen Weltwirtschaftskrise und Entnazifizierung, Wallstein Verlag, Göttingen 2019.

Im Jahr 1870 von Florenz Sartorius als feinmechanische Werkstatt gegründet, ist der Sartorius Konzern heute ein führender Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie. Die Wurzeln der beiden heutigen Sparten reichen dabei bis in die Anfangsjahre bzw. zur Gründung der Membranfiltergesellschaft im Jahr 1927 zurück. Manfred Grieger untersucht erstmals die Unternehmens- und Unternehmertätigkeit bei Sartorius während der Zeit des Nationalsozialismus. Er zeigt das Verhältnis von Unternehmen und Staat sowie das Handeln der leitenden Akteure des Familienunternehmens im NS-System auf. Dabei rückt auch die Nachfolgefrage innerhalb der Unternehmerfamilie in das Blickfeld, da der Übergang von der zweiten in die dritte Generation in diese Zeit fällt.
Die sich in der Kriegswirtschaft verändernde Rolle des Unternehmens, der Rückgang der zivilen Fertigung und die zunehmende Bedeutung der bei Sartorius gefertigten Produkte für die Rüstungswirtschaft werden dargestellt sowie der Einsatz von Zwangsarbeitern behandelt. Der Autor untersucht zudem, welchen Einfluss die handelnden Personen auf diese Entwicklung nahmen. Manfred Grieger beschäftigt sich auch mit den Entnazifizierungsverfahren des Leitungspersonals, die ein exemplarisches Licht auf die individuelle Vergangenheitsbewältigung ökonomischer Eliten werfen, die in der Bundesrepublik Deutschland ihr Wirtschaftswunder fanden.

Michael Bermejo, Andrea H. Schneider-Braunberger, Das Goldene Netzwerk, Die Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst in der Zeit des Nationalsozialismus, Societäts Verlag, Frankfurt am Main 2019.

Die vorliegende Studie geht der Frage nach, welche Rolle die „Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ in der Zeit des Nationalsozialismus spielte. Der Impuls zur Aufarbeitung der NS-Geschichte für den heute unter dem Namen „Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ geführten Verein kam aus der Weigerung eines international renommierten Goldschmieds im Jahr 2016, die Auszeichnung mit einem Ehrenring anzunehmen unter Hinweis darauf, dass einige der Ehrenringträger während der NS-Zeit enge Beziehungen zur NS-Führungsriege unterhalten haben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die nur rudimentäre Eigenüberlieferung an historischen Unterlagen, die Fehlannahme des Vereins selbst, eine Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg zu sein, sowie fehlende finanzielle Mittel einerseits und mangelndes wissenschaftliches Interesse andererseits eine professionelle Aufarbeitung der Geschichte des Vereins stets verhindert. Auf diesem Wege gerieten auch wesentliche Informationen des Vereins in Vergessenheit. Nun aber war die „Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ aufgefordert, sich ihrer „braunen Vergangenheit“ zu stellen und diese aufzuarbeiten, so dass die Lücken nun wieder geschlossen werden können. Für den Historiker ist die hieraus entstandene Studie ein Fallbeispiel, das die Verknüpfungen von Partikular-, Vereins- und Parteiinteressen in ganz besonderem Maße in Erscheinung treten lässt.


Pressestimmen:
Hanauer Anzeiger

Frankfurter Rundschau vom 03.10.2019

Frankfurter Rundschau vom 04.10.2019

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Andrea H. Schneider-Braunberger/ Stephanie Tilly, Alles mit Bedacht? 225 Jahre Bankhaus C.L. Seeliger, Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig 2019.


Rezension in der ZUG.
Eine weitere Rezension ist im Braunschweigischen Jahrbuch für Landesgeschichte
, Band 101 zu finden.
1794 übernahm Heinrich Anton Christoph Seeliger das kleine Handelshaus seiner Schwiegermutter und erzielte erste beachtliche wirtschaftliche Erfolge durch den Handel mit Garn und Weizen. Dieses Jahr gilt als die Geburtsstunde des Bankhauses.
Heute betreuen 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 8.000 Geschäfts- und Privatkunden, die Bank weist eine Bilanzsumme von rund 600 Millionen Euro aus. Der Kundenkreis setzt sich aus Privatkunden, Familienverbänden, Stiftungen und mittelständischen Unternehmen aller Größen zusammen. Mit vielen Betrieben des Handwerks und der Landwirtschaft pflegt das Bankhaus C.L. Seeliger langjährige, teils jahrzehntelange, Verbindungen. Es ist die größte und älteste Privatbank in Niedersachsen.
Zum 225. Jubiläum schildern die Historikerinnen Andrea H.
Schneider-Braunberger und Stephanie Tilly kritisch vor welchen Herausforderungen die handelnden Personen der Bank in den Zeiten Napoleons, des Deutschen Reichs, der Weimarer Republik, der NS-Diktatur und in der heutigen Bundesrepublik Deutschland standen und welche Entscheidungen welche Entwicklungen in Gang setzten.

Roman Köster, Seidensticker, Eine Unternehmensgeschichte 1919-2019, Klartext Verlag, Essen 2019.

Kaum ein anderes Unternehmen hat die Geschichte des Herrenhemdes in Deutschland so stark geprägt wie die Firma Seidensticker aus Bielefeld. Walter Seidensticker gründete die Firma nach dem Ersten Weltkrieg als Kleinbetrieb und entwickelte sie bis Mitte der 1960er Jahre sukzessiv zum größten europäischen Hemdenhersteller. Der Strukturwandel und der harte Wettbewerb in der Bekleidungsindustrie stellten das Unternehmen seit den 1970er Jahren indes vor zahlreiche Herausforderungen. Die Produktion wurde seit den 1980er Jahren nach und nach ins Ausland verlagert, die Firma diversifizierte über das Hemd hinaus in andere Bereiche der Bekleidungsherstellung. Seit der Jahrtausendwende kam es jedoch zu einer Rückbesinnung auf das Herrenhemd als Kernkompetenz eines Familienunternehmens, das bis heute die Tradition der Hemdenherstellung in der ehemaligen Wäschemetropole Bielefeld fortführt.

Johannes Bähr, Verbandspolitik in Demokratie und Diktatur, Der Spitzenverband der elektrotechnischen Industrie 1918 – 1950, Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2019.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) hat der Historiker Johannes Bähr erstmals dessen Geschichte von den Anfängen bis in die Nachkriegsjahre hinein erforscht. Seine Untersuchungen zeigen, wie der ZVEI nach seiner Gründung im März 1918 einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen seiner Mitglieder herstellte und für internationale Verständigung eintrat. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme brach diese Entwicklung ab und an die Stelle des ZVEI trat eine staatlich gelenkte Branchenvertretung. Als der ZVEI im Februar 1949 in Frankfurt am Main neu gegründet wurde, bedeutete dies einen Neubeginn und eine Rückkehr zu den alten Prinzipien.

Anschaulich zeichnet Johannes Bähr in seinem Buch die Entwicklungen des Verbandes über die Jahrzehnte hinweg, von der ersten bis zur zweiten Verbandsgründung nach. Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf den politischen Einstellungen des Verbandes im Wandel der Zeit.

Johannes Bähr/Christopher Kopper, Industrie, Politik, Gesellschaft, Der BDI und seine Vorgänger 1919-1990, Wallstein Verlag, Göttingen 2019.



Informationen zum Buch.

Rezensionen auf H-Soz-Kult
und in der ZUG.
100 Jahre nach Gründung des ersten Dachverbands der gesamten deutschen Industrie liegt erstmals eine Gesamtgeschichte dieser Spitzenorganisation vor.

In der 100-jährigen Geschichte des Spitzenverbandes der deutschen Industrie spiegelt sich die Geschichte des Landes wieder. So entstand der Reichsverband der Deutschen Industrie (RDI) 1919 wenige Monate nach Gründung der ersten deutschen Demokratie. Johannes Bähr und Christopher Kopper beschreiben diese wechselvolle Geschichte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990. Die Autoren gehen auf die spezifischen Merkmale des Spitzenverbandes ein, in dem stets unterschiedliche Interessen vertreten waren, und nimmt erstmals die Rolle der Geschäftsführer in den Blick. Der Bogen reicht von der Weimarer Republik über die Rolle der Reichsgruppe Industrie in der NS-Zeit bis zur Gründung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) 1949. Weiterhin werden die Initiativen des BDI und deren Bedeutung für die Geschichte der Bundesrepublik dargestellt. Der BDI nahm an den großen Auseinandersetzungen um die Marktordnung teil. Er verstand sich als Verfechter einer Stabilitätspolitik und beteiligte sich auch an der Gestaltung einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik.


Pressestimmen:
Tagesspiegel

Welt

taz

WAZ

Jörg Lesczenski, 100 Prozent Messer, Die Rückkehr des Familienunternehmens. 1898 bis heute (2. aktualisierte Auflage), Piper Verlag, München 2019.

Seit über 120 Jahren verbindet sich mit dem Namen «Messer» Kompetenz rund um das Thema Industriegase sowie Schweiß- und Schneidtechnik. Zugleich steht der Markenname auch für den engen Zusammenhang und die wechselvolle Geschichte zwischen Unternehmen und Familie.
Von Adolf Messer 1898 als Familienunternehmen begründet, fusionierte sein Sohn Hans die Adolf Messer & Co. GmbH 1965 mit Teilen der Knapsack-Griesheim AG zur Messer Griesheim GmbH. Obwohl die Hoechst AG zwei Drittel der Anteile hielt, blieb der Einfluss der Familie auf die Unternehmenspolitik gewahrt. Der Rückzug Hans Messers aus der Geschäftsleitung, eine veränderte Konzernpolitik des Mehrheitsgesellschafters und ein überhitzter Globalisierungskurs brachten das Unternehmen in den Neunziger Jahren an den Rand des Ruins.
Die Absicht Stefan Messers, auch in der dritten Generation die Position der Familie im operativen Geschäft zu behaupten sowie die erfolgreiche Sanierungspolitik mithilfe von Finanzinvestoren mündeten in der »Renaissance der Familie«. Seit dem April 2004 ist die ehemalige Messer Griesheim GmbH als Messer Group GmbH wieder ein inhabergeführtes Unternehmen. Die Firmengruppe kehrte auf den deutschen Markt zurück, bewährte sich auf ihren Kernmärkten in Europa und Asien, blieb in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 bis 2010 auf Kurs und baute seine globale Präsenz mit einer soliden Finanzierung langsam wieder aus.

Rainer Karlsch/ Christian Kleinschmidt/ Jörg Lesczenski/ Anne Sudrow, Unternehmen Sport, Die Geschichte von adidas, Siedler Verlag, München 2018.

Von Herzogenaurach in die Welt - ein faszinierendes Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte.
adidas ist eine Weltmarke. Das Unternehmen zählt nicht nur zu den global größten Sportartikelherstellern - um adidas ranken sich auch viele Legenden. Jetzt ist die fast 100-jährige Geschichte zum ersten Mal wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Ausgehend von dem Werdegang des Vorgängerunternehmens der Gebrüder Dassler in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus widmet sich das vorliegende Buch vor allem der Geschichte der Familie und der Unternehmensorganisation seit der offiziellen Gründung 1949. Darüber hinaus behandeln die Autoren auch die Markenstrategien und die Internationalisierung seit den sechziger Jahren, als sich das Unternehmen unter anderem in Osteuropa und der DDR engagierte. Nicht zuletzt gewährt die Geschichte von adidas einen Blick auf das besondere Verhältnis von Sport und Ökonomie und die Funktion des Sports für Politik und Gesellschaft!


Das adidas-Buch als Lesetipp im Südkurier finden sie
hier

Dietmar Bleidick, Die Ruhrgas 1926 bis 2013 Aufstieg und Ende eines Marktführers, Berlin 2017.


Rezensionen auf H-Soz-Kult
und in der ZUG.
Die vorliegende Studie untersucht die Geschichte der Ruhrgas AG zwischen ihrer Gründung Mitte der 1920er Jahre und ihrer Integration in den E.ON-Konzern 2013. Entstanden im Kokereigaszeitalter zum Aufbau einer deutschlandweiten Ferngasversorgung, erreichte die Ruhrgas dieses Ziel nach Beginn des Erdgaszeitalters in den 1960er Jahren.

Nach der langjährigen Marktführerschaft in Deutschland wurde das Unternehmen nun zur zentralen europäischen Größe. Es initiierte den europäischen Erdgasverbund und trug mit dem Import sowjetischen Erdgases maßgeblich zur Entspannungspolitik im Ost-West-Konflikt bei. Damit galt die Ruhrgas bis zum systematischen Bedeutungsverlust durch die Energiemarktliberalisierung der vergangenen zwei Jahrzehnte als Synonym für die Gaswirtschaft überhaupt.

Das Buch beleuchtet erstmals eingehend die Geschichte des Unternehmens und der Branche im 20. und 21. Jahrhundert und schließt damit ein bedeutendes Desiderat.

Johannes Bähr/Paul Erker/Maximiliane Rieder, 180 Jahre KraussMaffei. Die Geschichte einer Weltmarke, München 2018.

Die außergewöhnliche Geschichte von KraussMaffei reicht bis zu den Anfängen der deutschen Industrie zurück. Geprägt vom kontinuierlichen Wandel entwickelte sich aus den Lokomotivfabriken Maffei und Krauss ein Produzent von Omnibussen, Kettenfahrzeugen und Maschinen. Nach vielen Eigentümerwechseln ist KraussMaffei heute einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoff und Gummi. Die Autoren haben die 180-jährige Historie dieses ältesten Münchner Großunternehmens erstmals erforscht und bewerten seine Rolle im Kontext der bayerischen und deutschen Geschichte. Dabei zeigt sich, dass KraussMaffei über alle Veränderungen hinweg seine Identität bis heute bewahren konnte.
Innerhalb der Geschichte deutscher Traditionsunternehmen nimmt KraussMaffei gewissermaßen eine Sonderrolle ein, die sich jedem gängigen Schema entzieht. Das Ungewöhnliche ist dabei nicht so sehr die Entwicklung vom Lokomotiv- zum Maschinenbau, in der sich der technologische Wandel des letzten Jahrhunderts widerspiegelt, als vielmehr die Fülle der Wendungen, Krisen und Brüche, die dieses Unternehmen über viele Jahrzehnte geformt haben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten Maffei und Krauss zu den großen, international renommierten Namen der deutschen Industrie. Zur Jahrtausendwende existierte KraussMaffei hingegen nicht mehr als eigenständiges Unternehmen, und kaum jemand durfte damals damit rechnen, dass es heute auf eine 180-jährige Geschichte zurückblicken kann. Ein solches Jubiläum ist in der Welt der Wirtschaft ohnehin selten, doch bei KraussMaffei wurde es Wirklichkeit: Aus einem der ehemals größten Unternehmen Münchens ist ein spezialisierter, global agierender High-Tech-Konzern geworden.

Alle Publikationen

Rainer Karlsch (2018), Das Milliardengeschäft der Hoechst AG mit der DDR-Chemieindustrie von 1976, in: ZUG, 63 (2), S. 235-275.

Louis Pahlow/André Steiner (2017), Die Carl-Zeiss-Stiftung in Wiedervereinigung und Globalisierung 1989 - 2004, Wallstein Verlag, Göttingen.
Rezensionen auf H-Soz-Kult
, Sehepunkte
und in der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
.

Andrea Schneider (2017), 70 Jahre Bankenverband Hessen e.V. - ein Grund zum Feiern, zur Rückbesinnung und zum Blick in die Zukunft.

Johannes Bähr/Paul Erker (2017), NetzWerke - Die Geschichte der Stadtwerke München, Piper Verlag, München.
Rezension.


Roman Köster (2017), Standort weiß-blau. 125 Jahre Deutsche Bank in Bayern, Scala Verlag, München.

Jörg Lesczenski/Thomas Mayer/Andrea H. Schneider (Hg.) (2016), Vom Bocholter Wattefritzen zum internationalen Automobilzulieferer: Borgers. 150 years - one family, Klartext Verlag, Essen.
Rezension.


Susanne Kill/Christopher Kopper/Jan-Henrik Peters (Hg.) (2016), Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR. Häftlingszwangsarbeit und Gefangenentransporte in der SED-Diktatur, Klartext Verlag, Essen.
Rezension auf Sehepunkte
und in der ZUG.


Dieter Ziegler/Jörg Lesczenski/Johannes Bähr (Hrsg.) (2015), Vertrauensbildung als Auftrag, Von der Deutsch-Amerikanisches Treuhand-Gesellschaft zur KPMG AG, Piper Verlag, München.
Rezensionen auf H-Soz-Kult
und in der ZUG.


Klaus Kinkel (Hg.) (2014), Grenzenlose Leistung, Die deutsche Einheit und der Einsatz der Telekom beim «Aufbau Ost», DVA, München.
Rezension.


Raymond G. Stokes/Ralf Banken, Aus der Luft gewonnen, Die Entwicklung der globalen Gaseindustrie 1880 bis 2012, Piper Verlag, München.
Rezensionen auf H-Soz-Kult
, Sehepunkte
und in der ZUG.


Robert Meier (2014), Vom Haslocher Eisenhammer zu Kurtz Ersa,Eine glühende Unternehmensgeschichte aus dem Spessart, Klartext Verlag, Essen.
Rezension.


Werner Plumpe (Hg.) (2014), Eine Vision - Zwei Unternehmen, 125 Jahre Carl-Zeiss-Stiftung, C. H. Beck, München.
Rezension.


Florian M. Beierl (2012), Carl von Linde, Erfinder, Unternehmer, Mäzen und Tourismuspionier am Obersalzberg, Klartext Verlag, Essen.

Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG (2012), 125 Jahre. Das Wasser mit Stern, Gerolstein.

Jörg Lesczenski (2011), Die Geschichte der ODU-Gruppe 1942-2010, Mühldorf/Inn.

Roman Köster (2011), Hugo Boss, 1924–1945. Die Geschichte einer Kleiderfabrik zwischen Weimarer Republik und „Drittem Reich“ (Schriftenreihe zur Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, Bd. 23.) München, Beck 2011.

Matthias Heymann (2009), Forscher, Pioniere und Visionäre. Wasserstoff als Energieträger, Piper Verlag, München.
Takeo Kikkawa (2009), C. Illies & Co. - Die Anfänge in Japan, C. Illies & Co., Ltd.

Johannes Bähr/Jörg Lesczenski/Katja Schmidtpott (2009), Handel ist Wandel. 150 Jahre C. Illies & Co., Piper Verlag, München.
Rezensionen auf H-Soz-Kult
und Sehepunkte
.

Zeppelin 1908 bis 2008 (2008). Stiftung und Unternehmen, hrsg. von der Stadt Friedrichshafen, Piper Verlag, München.
Rezension.


Jörg Lesczenski (2007), 100 Prozent Messer. Die Rückkehr des Familienunternehmens. 1898 bis heute, Piper-Verlag, München.

Johannes Bähr/Andrea H. Schneider (2006), Teilzahlung im Wandel. Von der Kreditanstalt für Verkehrsmittel AG zur Diskont und Kredit AG 1924-1951, Piper-Verlag, München.
Rezension.


Matthias Heymann (2006), Ingenieure, Märkte und Visionen. Die wechselvolle Geschichte der Erdgasverflüssigung, Piper-Verlag, München.
Rezension.


Manfred Pohl (2005), Sicherheit auf Schiene und Straße. Die Geschichte der Knorr-Bremse AG, Piper-Verlag, München.

Jürgen Bertsch/Horst Weitzmann (Hrsg.) (2004), Netzwerk der Vordenker, Fünfzig Jahre Baden-Badener Unternehmergespräche im Spiegel der deutschen Wirtschaftsgeschichte, Ch. Goetz Verlag, Potsdam.

Dieter Hein (2002), Im Zug der Zeit: die Sparda-Bank Frankfurt am Main, 1903-2003, Piper-Verlag, München.

Dieter Bellinger (2002), Zwischen Kapitalmarkt und Städtebau, Hundert Jahre Verbandsgeschichte deutscher Hypothekenbanken.

Harold James (2001), Verbandspolitik im Nationalsozialismus. Von der Interessenvertretung zur Wirtschaftsgruppe: Der Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes 1932-1945, Piper-Verlag, München.
Rezensionen auf Portal für Politikwissenschaften
, in Archiv und Wirtschaft
und in der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
und der ZUG
.

Walter Kaiser/Norbert Gilson (2001), Heraeus - Pioniere der Werkstofftechnologie, Piper Verlag, München.
Rezension.


Carl-Ludwig Holtfrerich (1999), Finanzplatz Frankfurt. Von der mittelalterlichen Messestadt zum europäischen Bankenzentrum, C.H. Beck-Verlag, München.
Englische Ausgabe: Frankfurt as a Financial Center
Rezension.


Manfred Pohl/Andrea Schneider (1999), Die Rentenbank. Von der Rentenmark zur Förderung der Landwirtschaft 1923-1949-1999, Piper Verlag, München.

Lothar Gall/Manfred Pohl (Hg.) (1999), Die Eisenbahn in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, C.H. Beck Verlag, München.
Rezension.


Manfred Pohl (1998), Die Lombardkasse Aktiengesellschaft, Piper Verlag, München, Zürich.

Manfred Pohl/Andrea Schneider (1998), VIAG Aktiengesellschaft 1923–1998: Vom Staatsunternehmen zum internationalen Konzern, Piper Verlag, München, Zürich.