News aus dem Fach

© Fraport Archiv

Call for Papers: Berufe der Vergangenheit

Die Industrielle Revolution begann im 18. Jahrhundert in England und breitete sich über Belgien und dann Frankreich aus, bevor sie im 19. Jahrhundert die germanischen Gebiete sowie die nördlichen Regionen Spaniens und Italiens erreichte. Es entwickelte sich ein immer aktiveres Handwerk, das sich im Laufe der Zeit und durch technische Veränderungen weitgehend industrialisiert hat. Viele Berufe wurden so stark verändert, dass einige davon verschwanden oder durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges tiefgreifend gestört wurden.
Ein Buchprojekt widmet sich vor diesem Hintergrund dem Thema "Berufe der Vergangenheit in Westeuropa, vom Handwerk zur Fabrik (1830er bis 1930er Jahre)". Nähere Informationen zur Thematik und den Modalitäten zur Einreichung von Beiträgen finden Sie im
Call for Papers
.

Webinare

Die Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte e.V. pflegt einen Online-Kalender, in dem Online-Vorträge und Webinare aus der Wirtschafts-, Unternehmens- und Sozialgeschichte aufgeführt werden. Zum Kalender geht es hier hier
.

Stiefkind Wirtschaft

In einem F.A.Z.-Beitrag vom 15. April 2020 wirbt Prof. Dr. Christian Kleinschmidt für eine stärkere Beschäftigung mit den Themen Unternehmen und Wirtschaft im Geschichtsunterricht an Schulen. Er kritisiert, dass wirtschaftliche Themen zwar in den vergangenen Jahren vermehrt Einzug in den Lehr¬plan erhalten hätten, diese jedoch zumeist auf die „klassischen“ Phasen von Industrialisierung und Weltwirtschaftskrise beschränkt blieben. Unternehmen und beispielsweise die umfangreiche Aufarbeitung ihrer Rolle in der NS-Zeit würden nicht berücksichtigt. Kleinschmidt führt dies auch darauf zurück, dass Lehrmaterialien zu diesen Themen häufig von einzelnen Unternehmen bereitgestellt würden und Lehrer Gefahr liefen, ungewollt unwissenschaftliche Werbebroschüren weiterzugeben. Eine umfassende Neuausrichtung der Fächer Geschichte, Wirtschaft und Politik hält Kleinschmidt nichtsdestotrotz für schwer realisierbar. Er verweist vielmehr auf informelle Angebote wie das Projekt der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte
.

Essay Contest

History Lessons for Managers Coping With Impact of COVID-19
In March 2020 we announced the launch of a fast-reaction essay contest on historical lessons for managers who are trying to cope with the impact of COVID-19. Although some journalists have said that this pandemic is unprecedented, there are actually historically parallels, such as Asian Flu in 1957 and Spanish Influenza outbreak of 1918-29. By looking at how managers in the past coped with similar crises, we can provide advice to today’s managers.
In response to the Call for Papers, fourty-one papers were submitted and reviewed by a Scientific Committee. A short list was created. All papers from the short list are now available here
. Congratulations to Siobhan Nelson and Thomas de Berge who were awarded for their essays!
Full details of the contest are available on the conference website
and on Youtube
.

Geschichte und Pandemien

In Reaktion auf die weltweite Ausbreitung des Coronavirus haben sich Wissenschaftler sowohl national als auch international in ganz verschiedenen Foren zusammengeschlossen und Projekte ins Leben gerufen, die aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive auf das Thema blicken. Die GUG stellt Ihnen hier einige dieser Initiativen und Projekte vor:

Call for Papers für Online-Symposien
Vom 27.-31. Juli 2020 findet ein Online-Workshop für Wirtschaftshistoriker zum Thema "Responding to Crisis" statt. Weitere Informationen zur Paper Submission und zum Livestream auf Youtube finden sie hier
.

Wissenschaftler der Morgan State University und Columbia University organisieren ein interdisziplinäres Online-Symposium zum Thema "Epidemic Urbanism" im Mai. Explizit werden auch Historiker eingeladen, Beiträge einzureichen. Weitere Informationen finden Sie hier
.

Call for Papers für Konferenzen
Aufgrund der Brisanz des Themas möchte der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im September 2020 Raum geben, auch Forschungen zum Thema "Viren - Globale und lokale Nebenwirkungen" vorzustellen. Beiträge können bis zum 15.04.2020 eingereicht werden. Bitte finden Sie weitere Informationen auf H-Soz-Kult
.

Im Januar 2021 findet eine Konferenz zum Thema "Dealing with Disasters: The Shaping of Local and National Identities" der Radboud University statt. Im Zentrum stehen historische Beispiele zum Umgang mit Krisen von ca. 1500 bis 1900. Bewerbungsschluss ist der 01. Juni 2020. Nähere Informationen finden Sie hier
.

Webinare und Online-Seminare
Eine Webinar-Reihe zum Thema "The economic implications of COVID-19" bietet das Bendheim Center for Finance der Princeton University an. Alle Informationen finden Sie hier
.

Online-Seminare, die sich mit Lehren aus vergangenen Pandemien für die aktuelle Situation beschäftigen, finden Sie hier
.

Sonderheft der World History Connected
Im Februar 2021 soll ein Sonderheft des E-Journals World History Connected zum Thema "Pandemics in World History" erscheinen. Informationen zur Einreichung von Beiträgen finden Sie auf der Webseite der Zeitschrift
.

Zeitschriftenbeiträge
Robert Barro, José F. Ursúa und Joanna Weng gehen in ihrem Beitrag in EconPapers der Frage nach, inwieweit die Wirtschaft aus dem Umgang mit der Spanischen Grippe für die Pandemie heute lernen kann. Zu lesen ist er hier
.

Ebenfalls einen wirtschaftshistorischen Blick auf die Zeit der Spanischen Grippe liefert der Artikel von Sergio Correia, Stephan Luck, und Emil Verner. Sie finden ihn hier
.

Linksammlungen und Literatur
Die Northeastern stellt eine umfangreiche Literaturübersicht mit dem Titel Humanities Coronavirus Syllabus zur Verfügung. Diese finden Sie hier
.

Auf seiner Webseite hat der Fachverband für Medizingeschichte e.V. eine umfangreiche Linksammlung zum Thema "Seuchengeschichte in Zeiten von Covid-19" zusammengetragen. Klicken Sie hier
.

Zum Thema Krankenhäuser und Seuchen in der Geschichte hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhausgeschichte eine Linksammlung bereitgestellt. Zu finden ist sie hier
.

Digitale Lehre
In den nächsten Wochen starten die deutschen Universitäten und Hochschulen in das Sommersemester. Aufgrund der Pandemie wird anstelle auf Präsenzveranstaltungen überwiegend auf digitale Lehrangebote gesetzt. Auf der Webseite Digital gegen Corona
finden Lehrende hilfreiche Links zum Thema und können sich über Ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten mit digitaler Lehre austauschen. Auch H-Soz-Kult bietet Lehrenden dafür eine Plattform. Neben Interviews, in denen Lehrenden ihre Herangehensweise vorstellen, bietet das Forum Digitale Lehre auch Raum für den Austausch über die eigenen Ansätze und aufkommende Schwierigkeiten. Nähere Informationen finden Sie hier
.

Wenn Sie selbst Teil eines ähnlich gearteten Projekts sind oder uns gerne auf eines aufmerksam machen möchten, freuen wir uns über die Zusendung von Informationen an barth@unternehmensgeschichte.de.

Saling Aktienführer digital

Die Mannheimer Universitätsbibliothek hat seit Juni 2019 den Saling Aktienführer digital bereitstellt. Dabei sind die Jahrgänge 1870-1957 jeweils als pdf oder im DFG-viewer verfügbar. Die Jahre zwischen 1957 bis 2016 sind vollständig digitalisiert.
Diese einzigartige Quelle für börsennotierte Unternehmen ist damit zum ersten Mal vollständig einsehbar, da die meisten Bibliotheken lediglich über einige Bände verfügen.

Die digitalisierten Ausgaben können sie hier einsehen: Saling Aktienführer Digital
Bitte teilen Sie uns weitere Angebote mit:
fe;:antirnihminsgischochti,dion