Unternehmensgeschichte Online

www.unternehmensgeschichte-online.org

Mit „Unternehmensgeschichte Online“ entsteht ein digitales Handbuch zu wirtschaftshistorischen Themen, das zum 50-jährigen Bestehen der GUG freigeschaltet wird. Renommierte Autorinnen und Autoren stellen zentrale Konzepte und Themen der Unternehmensgeschichte vor, geben Forschungsüberblicke und verweisen auf weiterführende Literatur. Das dynamische Nachschlagewerk soll der allgemeinen interessierten Öffentlichkeit, Historikerinnen und Historikern, Forschenden benachbarter Disziplinen sowie Studierenden einen Überblick über das thematische Spektrum der unternehmenshistorischen Forschung, über methodische Fragen, und die Entwicklung des Fachs als akademische Disziplin sowie seine Einbindung in Business Schools geben. Das Handbuch umfasst unter anderem Beiträge zu Familienunternehmen, Technologie und Innovation, zu multinationalen Unternehmen, zu Unternehmen im Nationalsozialismus sowie zu Quellen und Archiven. Ergänzend sind Überblicksartikel zu einzelnen Branchen wie der Automobil- oder der chemischen Industrie vorgesehen.

UGO ist als fortlaufend wachsendes Nachschlagewerk konzipiert, das sukzessive um weitere relevante Beiträge erweitert wird. Es wird von einem Herausgebergremium fortlaufend begleitet, das die wissenschaftlichen Standards der Texte überprüft sowie künftig für deren Aktualität Sorge tragen wird.

Netzwerk Unternehmensmuseen

Das im Jahr 2003 von Dr. Franz Hebestreit ins Leben gerufene NCM Network Corporate Museums nutzt seit 2011 die Plattform der GUG für seine weitere Professionalisierung.

Das Netzwerk organisiert einmal im Jahr eine zweitägige Fachtagung, auf der sowohl methodisch übergreifende Themen als auch laufende und neue Projekte zur Errichtung von Unternehmensmuseen behandelt werden. Regelmäßig wird ein Kollegenkreis aus dem Ausland eingeladen, um sich über internationale Entwicklungen und Herausforderungen zum Thema Unternehmensmuseum zu informieren.

Das Netzwerk wird seit November 2017 von Oliver Häuser geleitet. Interessierte können sich bei ihm oder bei der Geschäftsstelle der GUG melden. Über die Aufnahme in das NCM (Network Corporate Museums) entscheidet die Leitung des Netzwerkes.

Vergangene Sitzungen

  • 2023: Die 21. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2023 bei Faber-Castell in Stein sowie beim DB Museum Nürnberg statt.
  • 2022: Die 20. Jahrestagung des Netzwerks wurde im November 2022 online abgehalten.
  • 2021: Die 19. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2021 auf Grund der anhaltenden Pandemie online statt.
  • 2020: Die 18. Jahrestagung des Netzwerks war bei der Aquademie der Hansgrohe SE in Schiltach geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde sie auf das Jahr 2021 verschoben. Stattdessen fand im November 2020 eine Webkonferenz statt.
  • 2019: Die 17. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2019 bei der Ottobock SE & Co. KGaA in Duderstadt statt.
  • 2018: Die 16. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2018 im Museum Schloss Fürstenberg der Porzellanmanufaktur Fürstenberg im Süden Niedersachsens statt.
  • 2017: Die 15. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2017 bei der ZF Friedrichshafen AG in Friedrichshafen statt.
  • 2016: Die 14. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2016 bei der BASF SE in Ludwigshafen a.R. statt.
  • 2015: Die 13. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2015 im «ZEISS Museum der Optik» in Oberkochen statt.
  • 2014: Die 12. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2014 im «SiemensMed Museum» in Erlangen statt.
  • 2013: Die 11. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2013 im «adidas - Archiv» in Herzogenaurach statt.
  • 2012: Die 10. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2012 im «Aquarius Wassermuseum» in Mühlheim a.d.R. statt.
  • 2011: Die 9. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2011 im «Kärcher Museum» in Winnenden statt.
  • 2010: Die 8. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2010 im «Heinz Nixdorf Museumsforum» in Paderborn statt.
  • 2009: Die 7. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2009 im «Bayrisches Brauereimusem» in Kulmbach statt.
  • 2008: Die 6. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2008 im «Miele-Museum» in Gütersloh der statt.
  • 2007: Die 5. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2007 im «DB Museum» in Nürnberg der statt.
  • 2006: Die 4. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2006 in der «Dr. Oetker Welt» in Bielefeld der statt.
  • 2005: Die 3. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2005 im «Museum für Kommunikation» in Frankfurt a.M. statt.
  • 2004: Die 2. Jahrestagung des Netzwerks fand im Juni 2004 im «Umspannwerk Recklinghausen - Museum Strom und Leben» in Recklinghausen statt.
  • 2003: Die 1. Jahrestagung des Netzwerks fand im November 2003 im «Siemens Forum München» statt.

UnternehmensMuseen Online

Online Museumsführer

Das UMO Portal (www.unternehmensmuseen.de) ist ein Online-Verzeichnis der Unternehmensmuseen im deutschsprachigen Raum. Es bietet Hinweise auf Kontaktdaten, Öffnungszeiten sowie aktuelle Ausstellungen und Events der Museen an.

Die Nutzung des Portals ist für Besuchende kostenfrei.

Mit dem Online Museumsführer, den die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Unternehmensmuseen betreibt, sind ab sofort die Museen von Unternehmen, Verbänden und Vereinen, sowie deren Schätze, Öffnungszeiten, Sonderausstellung etc. im Internet verfügbar.

Informieren leicht gemacht

Mit Smartphone-optimierter Programmierung und Umgebungssuche ausgestattet, ist es für die Nutzer ein leichtes, sich über die nächstgelegenen Museen und deren Sonderausstellungen zu informieren.

Erbe der deutschen Industriegeschichte

Das UMO steht allen der ca. 300 Unternehmensmuseen kostenfrei zur Verfügung. Ziel ist es, möglichst alle Unternehmensmuseen zum Mitmachen zu bewegen, um das vielfältige Erbe der deutschen Industriegeschichte leicht erreichbar für alle zu machen.

Den Flyer können sie hier herunterladen:

Flyer Unternehmensmuseen Online
Kärcher Museum


Kärcher Museum



Museum Ravensburger
Dornier Museum


Dornier Museum



Koziol Glücksfabrik

Wirtschaftsarchivportal

Das Wirtschaftsarchivportal WAP ist ein Online-Verzeichnis der Wirtschaftsarchive im deutschsprachigen Raum. Es steht unter den Adressen www.wirtschaftsarchivportal.de und www.wirtschaftsarchivportal.org zur Verfügung.

Das WAP soll einen Eindruck von den vielfältigen Ausformungen, aber auch von der Professionalität der Wirtschaftsarchive im deutschsprachigen Raum vermitteln, die wirtschaftshistorische Forschung anregen und die Öffentlichkeit auf die kulturelle Bedeutung dieser Einrichtungen hinweisen.

Das WAP ist ein gemeinsames Projekt der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. und der Vereinigung deutscher Wirtschaftsarchivare e.V.

Welche Vorteile bringt das Portal?
Das WAP ist das zeitgemäße Verzeichnis der Archive der Wirtschaft im deutschsprachigen Raum. Es bietet Wirtschaftsarchiven – und insbesondere den Archiven kleinerer und mittlerer Unternehmen – eine attraktive und kostenfreie Möglichkeit, die eigenen historischen Bestände im Internet vorzustellen.
Nutzende wiederum erhalten einen leichten und raschen Überblick über wichtige Archivdaten (wie z. B. Öffnungszeiten, Nutzungsbestimmungen und Kontaktpersonen). Mit einer Suchfunktion kann in einzelnen Bestandsübersichten recherchiert werden. Jedem Suchergebnis ist eine direkte Kontaktmöglichkeit per E-Mail sowie eine Verlinkung zu den beteiligten Archiven zugeordnet.

Eingetragene Wirtschaftsarchive können überdies konkrete forschungsrelevante Themen (-bereiche) anbieten. Damit soll das vorhandene breite Themenspektrum in den Wirtschaftsarchiven für wissenschaftliche Forschungen (Abschlussarbeiten wie B.A., M.A. oder Dissertationen) noch transparenter gemacht werden, mit dem Ziel die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Archiven zu intensivieren und Studierenden der Zugang zu den Archiven zu erleichtern.

Insgesamt soll das WAP einen Eindruck von den vielfältigen Ausformungen, aber auch von der Professionalität der Wirtschaftsarchive im deutschsprachigen Raum vermitteln, die wirtschaftshistorische Forschung anregen und die Öffentlichkeit auf die kulturelle Bedeutung dieser Einrichtungen hinweisen.

Diese Ziele werden wir aber nur dann erreichen, wenn möglichst viele Wirtschaftsarchive das Portal gemeinschaftlich mit Leben füllen. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit für die unkomplizierte Ersterfassung
im WAP als Unternehmensarchiv. Die WAP-Redaktion wird die teilnehmenden Archive jährlich einmal bitten, die Archiv-Daten zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren, um so das Portal automatisch immer aktuell zu halten. Für Fragen stehen zur Verfügung:

Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger
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Oliver Häuser
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Weitere Informationen:

Zeitschrift für Unternehmensgeschichte


Die ZUG (bis 1976 «Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie») erscheint seit der Ausgabe 1 (2017) im Verlag de Gruyter. Sie wird herausgegeben von Prof. Dr. Carsten Burhop, Universität Bonn (verantwortlicher Redakteur) – Prof. Dr. Christian Kleinschmidt, Universität Marburg – Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse, Universität Bayreuth in Verbindung mit Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Universität Göttingen – Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Universität Frankfurt a. M. – Prof. Christina Lubinski, PHD, Copenhagen Business School – Prof. Mary O'Sullivan, PHD, Universität Genf – Prof. Dr. Werner Plumpe, Universität Frankfurt a. M. – Prof. Dr. Raymond Stokes, University of Glasgow.

Beiträge der aktuellen Ausgabe 1 (2026)

ZUG Cover 1 2026
Aufsätze

Harold James
What does it mean to study business history, and to what end?

Hartmut Berghoff / Jan-Otmar Hesse / Tobias Straumann
Practicing a «dark art»?

James Hollis
Avoiding a taxable presence in belle époque and interwar Britain

Thibaud Giddey / Geoffroy Legentilhomme / Matthieu Leimgruber
A paradise for foreign capitalists? Expenditure-based taxation in Switzerland, 1916–2020

Boris Gehlen
Taxing Thyssen transnationally?

Benoît Majerus
Invisible architects of offshore finance: The Big Four in Luxembourg

Online Recherche

Themen und Autoren der älteren Hefte können recherchiert werden: ZUG Artikel Online Recherche

Zudem sind die Jahrgänge 1 bis 50 der ZUG (bzw. der «Tradition») retrodigitalisiert worden und über die Datenbank JSTOR verfügbar (www.jstor.org).

Die Zeitschrift hat den Status eines «refereed journals». Sämtliche eingereichte Aufsätze unterliegen einem anonymen Gutachterverfahren, das über die Aufnahme in diese Zeitschrift entscheidet.
Artikel, die in dieser Zeitschrift erscheinen, werden in HISTORICAL ABSTRACTS und AMERICA: HISTORY AND LIFE zusammengefasst und gelistet.

Die ZUG wird seit 2011 im Ranking der European Science Foundation in der Spitzenkategorie INT1 gelistet (www.esf.org). Außerdem ist sie seit 2008 in den European Reference Index for the Humanities and the Social Sciences (ERIH PLUS) aufgenommen.
Damit wird der ZUG nicht nur die hohe internationale Sichtbarkeit und ihr Einfluss auf verschiedene Forschungsrichtungen, sondern auch die regelmäßige weltweite Zitation bescheinigt.

Die kompletten Altausgaben der ZUG stehen außerdem im https://www.degruyterbrill.com/de/journal/key/zug/html: Archiv des Verlages de Gruyter
für unsere Mitglieder mit Onlinelesezugriff kostenlos zur Verfügung.

Einreichung von Beiträgen

Artikel von höchstens 12.000 Wörtern können in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden.

Ab der Ausgabe 2(2017) verwalten wir die Beiträge und Rezensionen zur ZUG über die Online-Datenbank ScholarOne des Verlages de Gruyter.

Wir möchten Sie bitten, sich dort zu registrieren und Ihr Manuskript auf diesem Wege einzureichen.
Die Arbeit mit der Datenbank soll Ihnen und uns einen reibungsloseren Ablauf garantieren sowie die Kommunikation zwischen Autoren und Schriftleitung erleichtern. Bei Fragen zur Bedienung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Artikel werden nach der Sichtung durch die Redaktion einem «double blind peer review»-Verfahren unterzogen. Wir bitten daher, bei der ersten Einreichung die Artikel ohne Hinweise auf die Identität des Autors hochzuladen. Nach der abschließenden Entscheidung werden die Autoren gebeten, die Aufsätze unter Beachtung des Formblatts für Beiträge für die endgültige Publikation zu bearbeiten.
Eine Einreichung der Manuskripte per E-Mail an die Schriftleitung ist auch weiterhin möglich.

Rezensionsexemplar anfordern

Die zur Rezension eingegangenen Titel können bei der Geschäftsstelle der GUG angefordert werden. Einsendeschluss für Rezensionen ist jeweils der 15. Dezember (für die erste Ausgabe des folgenden Jahres) oder der 15. Juni (für die zweite Ausgabe). Weitere Informationen sowie eine aktuelle Liste aller in der Geschäftsstelle eingegangenen Rezensionstitel finden Sie hier.

Download GUG-Formblatt

ZUG-Schriftenreihe

Die Schriftenreihe wird herausgegeben von der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. In ihr werden die mit dem Preis für Unternehmensgeschichte ausgezeichneten Dissertationen, Habilitationen oder Monographien sowie unabhängige kritische Unternehmensgeschichten und gelegentlich Tagungsbände sowie Briefeditionen publiziert.

Band 39: Florian Staffel, Zwischen Konkurrenz und Kooperation. Die "Japanische Herausforderung" und die deutsche Unterhaltungselektronikindustrie 1950-1987

Wie reagieren Unternehmen im Zuge der Globalisierung auf neue Wettbewerber aus Asien? Welche Rolle spielen dabei Narrative, Erwartungen und Wahrnehmungen?
Die Studie untersucht diese Fragen anhand der Traditionsunternehmen der deutschen Unterhaltungselektronikindustrie Grundig und Telefunken und ihren Strategien im Wettbewerb mit japanischen Unternehmen von 1950 bis 1987. Diese Wettbewerbskonstellation, die zeitgenössisch unter dem Schlagwort "Japanische Herausforderung" diskutiert wurde, trug vor dem Hintergrund der mikroelektronischen Revolution wesentlich zum Niedergang beider Unternehmen bei.

Zur Analyse werden neuere wirtschaftssoziologische und wirtschaftswissenschaftliche Ansätze zur Bedeutung von Erwartungen und Narrativen in ökonomischen Entscheidungsprozessen adaptiert und die Auswirkungen auf und Reaktionen von deutschen und europäischen Stakeholdern einbezogen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des De Gruyter Verlages
Band 38 Raphael Hennecke - Wettbewerbsregulierung im Wirtschaftswunder
© Gesellschaft für Unternehmensgeschichte
Band 38: Raphael Hennecke, Wettbewerbsregulierung im Wirtschaftswunder. Die Kartellrechtspraxis in Westdeutschland unter den alliierten Dekartellierungsgesetzen, 1947–1957

Die Arbeit behandelt die Kartellrechtspraxis in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Inkrafttreten des deutschen Wettbewerbsgesetzes 1958. In diesem Zeitraum wurde der Rechtszustand durch die 1947 auf amerikanische Initiative von den Alliierten erlassenen und auf dem amerikanischen Antitrustrecht basierenden Dekartellierungsgesetzen bestimmt.

Die Thematik war bisher ein Desiderat, da die historische Forschung vor allem den Entstehungsprozess des deutschen Wettbewerbsgesetzes untersucht hat und die konkrete Rechtspraxis im behandelten Zeitraum vernachlässigt wurde. Diese wurde sowohl durch alliierte Behörden und Gerichte als auch durch deutsche Richter und Politiker geprägt.

Die Arbeit untersucht also aus mehreren Perspektiven unter anderem, wie erfolgreich alliierte Verfahren gegen Verstöße vorgehen konnten, ob das alliierte Kartellverbot die Wettbewerbspraktiken der traditionell kartellfreundlichen deutschen Unternehmer zu ändern vermochte und wie strikt deutsche Gerichte die Gesetze angesichts des vorhandenen Interpretationsspielraums auslegten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des De Gruyter Verlages
Band 37 Johanna Steinfeld Unternehmen ohne Eigentümer
© Gesellschaft für Unternehmensgeschichte


Rezension in der VSWG
Band 37: Johanna Steinfeld, Unternehmen ohne Eigentümer. Unternehmerische Entscheidungen der Optischen Werkstätte Carl Zeiss von 1889 bis 1933

Stiftungsunternehmen gelten als undurchsichtige Unternehmensform. Der vorliegenden Arbeit gelingt anhand der Betrachtung der Optischen Werkstätte Carl Zeiss von 1889 und 1993 ein seltener historischer Blick in diese "black box": Ohne persönlichen Eigentümer folgte Zeiss keinen kurzfristigen Gewinninteressen, sondern legte seinen Schwerpunkt auf eine nachhaltige Entwicklung, von der sowohl das Unternehmen als auch die Öffentlichkeit profitierten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des De Gruyter Verlages
Band 36 - Stephan H Lindner - Christian A Müller - Unternehmertum und Politik in der Weimarer Republik Aufzeichnungen des Textilindustriellen Gottfried Dierig


Rezension in der VSWG
Band 36: Stephan H. Lindner/Christian A. Müller (Hrsg.), Unternehmertum und Politik in der Weimarer Republik. Aufzeichnungen des Textilindustriellen Gottfried Dierig

Die Edition erschließt die Aufzeichnungen Gottfried Dierigs, Mitinhaber des seinerzeit größten deutschen Textilkonzerns. Er legt auf 192 Seiten für die Zeit von 1923 bis 1933 seine persönlichen Ansichten über Unternehmens- und Industriepolitik dar. Diese Aufzeichnungen sind eine zentrale Quelle über das Verhältnis von Unternehmertum und Politik in der Weimarer Republik und über unternehmerisches Handeln in dieser Zeit.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des De Gruyter Verlages
Band 35 Dieter Ziegler - Jan-Otmar Hesse - 1919 - Der Versailler Vertrag und die deutschen Unternehmen
© Gesellschaft für Unternehmensgeschichte
Band 35: Dieter Ziegler/Jan-Otmar Hesse (Hrsg.), 1919 – Der Versailler Vertrag und die deutschen Unternehmen

Die Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages lösten 1919 in Deutschland nicht nur wegen des »Kriegsschuldartikels«, der Gebietsverluste und der Reparationen heftige Reaktionen aus, sondern diese und zahlreiche weitere Bestimmungen griffen auch tief in die Handlungsspielräume deutscher Unternehmen ein. Die Handelsflotte wurde beschlagnahmt, ein Teil der Jahresproduktion, beispielsweise von Kohle und Chemieprodukten, waren als Reparationsleistungen an die Siegermächte zu leisten, ausländische Tochtergesellschaften und deutsche Patente im Ausland wurden enteignet. Der Sammelband zeigt an ausgewählten Beispielen, auf welche Weise deutsche Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgingen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des De Gruyter Verlages

Band 34: Frederic Steinfeld, Das quantifizierte Unternehmen. Rechnungswesen, Bilanzierung und Entscheidungen in der deutschen chemischen Industrie, 1863–1916, Berlin 2021 (Rezension: /)

Band 33: Peter Wegenschimmel, Zombiewerften oder Hungerkünstler? Staatlicher Schiffbau in Ostmitteleuropa nach 1970, Berlin 2021 (Rezension: VSWG / HSozKult)

Band 32: Wiebke Glässer, Marktmacht und Politik, Das internationale Kartell der Ölgesellschaften 1960-1975, Berlin 2019

Band 31: Luise Stein, Grenzschicksale, Unternehmen evakuieren in Deutschland und Frankreich 1939/1940, Berlin 2018

Band 30: Dietmar Bleidick, Die Ruhrgas 1926 bis 2013 Aufstieg und Ende eines Marktführers, Berlin 2017

Band 29: Sebastian Teupe, Die Schaffung eines Marktes. Preispolitik, Wettbewerb und Fernsehgerätehandel in der BRD und den USA 1945–1985, Berlin 2016

Band 28: Hartmut Berghoff, Cornelia Rauh, Thomas Welskopp (Hg.), Tatort Unternehmen. Zur Geschichte der Wirtschaftskriminalität im 20. und 21. Jahrhundert, Berlin 2016

Band 27: Karsten Voss, Sklaven als Ware und Kapital. Die Plantagenökonomie von Saint-Dominigue als Entwicklungsprojekt 1697-1715, München 2016

Band 26: Eva-Maria Roelevink, Organisierte Intransparenz. Das Kohlensyndikat und der Niederländische Markt 1915-1932, München 2015

Band 25: Harold James/Martin L. Müller (Hrsg.), Georg Solmssen - ein deutscher Bankier. Briefe aus einem halben Jahrhundert 1900-1956, München 2012

Band 24: Christiane Eifert, Deutsche Unternehmerinnen im 20. Jahrhundert, München 2011

Band 23: Roman Köster, Hugo Boss, 1924-1945. Die Geschichte einer Kleiderfabrik zwischen Weimarer Republik und «Drittem Reich», München 2011

Band 22: Katja Girschik, Als die Kassen lesen lernten. Eine Technik- und Unternehmensgeschichte des Schweizer Einzelhandels, München 2010

Band 21: Christina Lubinski, Familienunternehmen in Westdeutschland. Corporate Governance und Gesellschafterkultur seit den 1960er Jahren, München 2010

Band 20: Hartmut Berghoff, Jürgen Kocka, Dieter Ziegler (Hrsg.), Wirtschaft im Zeitalter der Extreme, Beiträge zur Unternehmensgeschichte Österreichs und Deutschlands, München 2010

Band 19: Cornelia Rauh, Schweizer Aluminium für Hitlers Krieg? Zur Geschichte der «Alusuisse» 1918-1950, München 2009

Band 18: Michael Schäfer, Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der sächsischen Unternehmer 1850-1940, München 2007

Band 17: Christof Biggeleben, Das «Bollwerk des Bürgertums»: Die Berliner Kaufmannschaft 1870-1920, München 2006

Band 16: Inken Rebentrost, Das Labor in der Box. Die Entwicklung einer Technik zur Reinigung von Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Gründungsgeschichte eines der ersten deutschen Biotechnologieunternehmen, München 2005

Band 15: Jörg Denzer, Die Konquista der Augsburger Welser-Gesellschaft in Südamerika 1528-1556, München 2005

Band 14: Ingo Köhler, Die «Arisierung» der Privatbanken im Dritten Reich. Verdrängung, Ausschaltung und die Frage der Wiedergutmachung. München 2005

Band 13: Florian Triebel, Der Eugen Diederichs Verlag 1930-1949. Ein Unternehmen zwischen Kultur und Kalkül. München 2004

Band 12: Klaus Weber, Deutsche Kaufleute im Atlantikhandel 1680-1830. Unternehmen und Familien in Hamburg, Cádiz und Bordeaux. München 2004

Band 11: Olaf Mertelsmann, Zwischen Krieg, Revolution und Inflation. Die Werft Blohm und Voss 1914 - 1923. München 2003

Band 10: Manfred Rasch, Gerald D. Feldman (Hrsg.), August Thyssen und Hugo Stinnes. Ein Briefwechsel 1898-1922. München 2003

Band 9: Anne Nieberding, Unternehmenskultur im Kaiserreich. Die Gießerei J.M. Voith und die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer und Co. Co., München 2003

Band 8: Jan-Otmar Hesse, Im Netz der Kommunikation. Die Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung 1876 - 1914, München 2002

Band 7: Stephan H. Lindner, Den Faden verloren. Die westdeutsche und die französische Textilindustrie auf dem Rückzug (1930/45 - 1990), München 2001

Band 6: Barbara Wolbring, Industrie und Öffentlichkeit. Das Verhältnis der Firma Fried. Krupp und ihrer Inhaber zu Öffentlichkeit und Gesellschaft im 19. Jahrhundert, München 2000.

Band 5: Alfred Reckendrees, Das «Stahltrust-Projekt». Die Gründung der Vereinigte Stahlwerke A.G. und ihre Unternehmensentwicklung (1926-1933/34), München 2000

Band 4: Martin L. Müller, Bausparen in Deutschland zwischen Inflation und Währungsreform. Wohnungsbaufinanzierung im Spannungsfeld zwischen Staat und privaten und öffentlichen Bausparunternehmen, München 1999

Band 3: Uwe Spiekermann, Basis der Konsumgesellschaft. Entstehung und Entwicklung des modernen Kleinhandels in Deutschland 1850 bis 1914, München 1999

Band 2: Frank J. Nelissen, Das Mannesmann-Engagement in Brasilien von 1892 bis 1995, München 1997

Band 1: Lothar Gall/Manfred Pohl (Hrsg.), Unternehmen im Nationalsozialismus, München 1998

Preis für Unternehmensgeschichte

Verleihung des Preises für Unternehmensgeschichte an Dr. Ronja Kieffer

Die GUG verleiht seit 1998 jährlich den Preis für Unternehmensgeschichte. Prämiert werden noch nicht veröffentlichte Dissertationen, Habilitationsschriften und Monographien, die sich mit Themen und Aspekten der Unternehmensgeschichte befassen.

Die Jury setzt sich aus den Professor:innen Monika Pöttinger, Mark Spoerer und Dieter Ziegler sowie Jan-Otmar Hesse als zuständigen Herausgeber der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte zusammen. Nähere Auskünfte können Sie bei der Geschäftsführerin der GUG, , erhalten.

Die Preisverleihung findet jeweils im Rahmen der der GUG statt.

Ausschreibung 2026

Der Preis wird in der von der GUG herausgegebenen , die beim Verlag de Gruyter erscheint, veröffentlicht werden. Der Preis wird dort als Druckkostenzuschuss eingebracht.

Ein Exemplar sowie eine PDF Datei (mit den Gutachten oder Angabe der Gutachter) sind einschließlich eines kurzen Lebenslaufs an die Geschäftsstelle der GUG einzusenden. Leider kann die Arbeit aus organisatorischen Gründen nicht zurückgesandt werden.

Einsendeschluss der Arbeiten ist jeweils der 30. April eines Jahres.

Die aktuelle Ausschreibung können Sie hier als PDF Datei herunterladen:
Nähere Auskünfte erhalten Sie bei der Geschäftsführerin der GUG, .

Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.
Friedrichstraße 34
D-60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 97 20 33 14/15
Fax: 069 / 97 20 33 57
Mail: ...

Preisträger

2025

Ronja Kieffer: Weißes Gold an der Werra – Kaliunternehmen und die deutsch-deutsche Grenze (1945-1989).

2024

Florian Staffel: Zwischen Konkurrenz und Kooperation. Die ‹Japanische Herausforderung› und die deutsche Unterhaltungselektronikindustrie 1950–1987.

2023

Raphael Hennecke: Wettbewerbsregulierung im Wirtschaftswunder: Die Kartellrechtspraxis in Westdeutschland unter den alliierten Dekartellierungsgesetzen, 1947 bis 1957.

2022

Preis nicht vergeben.

2021

Johanna Steinfeld: Unternehmen ohne Eigentümer: Unternehmerische Entscheidungen der Optischen Werkstätte Carl Zeiss von 1889 bis 1933.

2020

Frederic Steinfeld: Das quantifizierte Unternehmen: Rechnungswesen und Entscheidungen in der deutschen chemischen Industrie, 1863-1916.

Peter Wegenschimmel: Non-Profit-Industrie. Die Abwicklung ostmitteleuropäischer Werften.

2019

Die Jury hat entschieden, 2019 keinen Preis für Unternehmensgeschichte zu vergeben.

2018

Wiebke Lena Glässer: Marktmacht und Politik – Das internationale Kartell der Ölgesellschaften 1960-1975.

2017

Luise Stein: Unternehmen evakuieren in Deutschland und Frankreich, 1939/1940.

2016

Sebastian Brünge: Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit.

2015

Sebastian Teupe: Die Gesetze des Marktes. Preispolitik, Wettbewerb und der Handel mit Fernsehgeräten in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika, 1949-1985.

2014

Eva-Maria Roelevink: Organisierte Intransparenz. Das Kohlensyndikat und der Niederländische Markt 1915-1932, München 2015.

Karsten Voss: Das Entwicklungsprojekt Saint-Domingue unter den Sklavenhandelsmonopolen von 1697 bis 1715: Sklaven als Ware und Kapital.

Besondere Erwähnung gebührt der Studie von Sabine Christina Donauer: Emotions at Work - Working on Emotions: The Production of Economic Selves in Twentieth-Century Germany.

2013

Simon Gonser: Der Kapitalismus entdeckt das Volk. Wie die deutschen Großbanken in den 1950er und 1960er Jahren zu ihrer privaten Kundschaft kamen.

2012

Ulrike Schulz: Die Geschichte der Firma «Simson», Suhl/Thüringen 1856-1993. Studie zur Transformation von Eigentumsrechten in Unternehmen.

2011

Knut Stegmann: Das Bauunternehmen Dyckerhoff

GUG-Projekt «SchuleUnternehmen»

Das Verständnis der Wirtschaft und der damit verbundenen Prozesse ist ein wichtiger Bestandteil des Allgemeinwissens. Allerdings wird das Thema Wirtschaft an den Schulen verhältnismäßig wenig behandelt, sodass vielen Schulabgängern wichtiges Basiswissen fehlt. Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. hat es sich daher mit Unterstützung aus Wissenschaft und Unternehmen zur Aufgabe gemacht, diesem Sachverhalt entgegenzuwirken, in dem Material für Unterrichtsmodule zur Verfügung gestellt werden, das gemeinsam von Lehrkräften und Hochschulwissenschaftlern entwickelt wurde.

Dabei soll bewusst ein neuer Zugang eröffnet werden, der den Fokus auf die Vermittlung von historischen Sachverhalten der Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte legt.

Bei der anzusprechenden Zielgruppe handelt es sich um Schulklassen der weiterführenden Schulen. Das Material eignet sich insbesondere für den Unterricht der gymnasialen Oberstufe.

© Siemens Historical Institute

Modul 1 - Konsum und Konsumgüterindustrie

© Gerolsteiner Brunnen GmbH Co KG

Ein Impulsvortrag zum Thema „Unternehmen und Konsumgesellschaft“ bietet dem Lehrer das Hintergrundwissen und zeichnet die Entwicklung des (Massen-)Konsums von der frühen Neuzeit bis heute nach. Zunächst wird die Lage der Bevölkerung und das Konsumverhalten bis in das 20. Jahrhundert beschrieben und anschließend anhand der Beispiele „Bayer - Aspirin“, „Kleinkredite“ und „adidas - Superstar“ die Rolle von Unternehmen bei der Durchsetzung der Massenkonsumgesellschaft in der Bundesrepublik nach 1945 erläutert.

Aspirin gilt dabei als „Lehrstück“ der bundesdeutschen Entwicklung der Massenkonsumgesellschaft. Zum Unternehmen Bayer liegt zudem ein Hintergrundartikel vor, in dem die Unternehmensgeschichte von Bayer als Teil der I.G. Farbenindustrie näher beleuchtet wird. Im zweiten Text wird die Bedeutung von Kleinkrediten für die Durchsetzung der Konsumgesellschaft erklärt. Die Ausarbeitung zum Sportartikelhersteller adidas gibt auf vier Seiten einen knappen Einblick in die Geschichte von adidas und zeigt, wie sich das Unternehmen zu einem internationalen Konzern entwickelt hat und welche Rolle ein geschicktes Marketing hierbei spielt.

Texte und Informationen für Lehrkräfte zum Download
Informationen für Lehrkräfte
Impulsbeitrag
Banken und Kleinkredite
Bayer Aspirin
Bayer Hintegrundinformationen IG Farben
Adidas Superstar

audiovisuelle Materialien
Materialien zu Banken und Kleinkredite Querformat
Materialien zu Banken und Kleinkredite Hochformat
Materialien zu Bayer - Aspirin Querformat
Materialien zu Bayer - Aspirin Hochformat
Materialien zu Adidas - Superstar

Literaturliste und Glossar
Literaturliste
Glossar

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Themenvorschläge

Modul 2 - Banken

In einer sich wandelnden Zeit mit neuen technologischen Entwicklungen, außerordentlichen weltwirtschaftlichen Verflechtungen und gelegentlichen starken wirtschaftlichen Verwerfungen stellt sich immer häufiger die Frage nach der Funktion und auch der Legitimität von Banken. Das dreiteilige deutsche Bankensystem, das historisch gewachsen für die Stabilität der Wirtschaft steht, kann untersucht werden unter der einfachen, aber wichtigen Fragestellung: Brauchen wir Banken? Und wofür?

In diesem Modul wird die Besonderheit des deutschen Bankensystems mit seinem Drei-Säulen-Modell behandelt. Im Impulsbeitrag werden die verschiedenen Säulen des deutschen Bankwesens vorgestellt und in Bezug zueinander gesetzt. Ergänzt wird dies durch Texte zu Bankhäusern aus den verschiedenen Säulen des Bankwesens.
Es liegen Materialien zum Privat-Bankhaus Metzler sowie zur historischen Entwicklung der Sparkassen vor. Ein Beitrag zum Genossenschaftswesen ist zudem in Vorbereitung. Auf Grundlage dieser Texte kann im Unterricht der Frage nach den Spezifika der einzelnen Typen und ihre unterschiedlichen Funktionen nachgegangen werden.

Texte zum Download
Informationen für Lehrkräfte
Impulsbeitrag Geschichte der Banken
Sparkassen
Bankhaus Metzler

audiovisuelle Materialien
Materialien zu Bankhaus Metzler Querformat
Materialien zu Bankhaus Metzler Hochformat
Materialien zu Sparkassen Hochformat

Literaturliste und Glossar
Literaturliste
Glossar

Feedback und Vorschläge für weitere Module
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Themenvorschläge

© Deutsche Bank

Modul 3 - Unternehmen und Kolonialismus

In diesem Modul wird die Rolle von Unternehmen im Kontext des europäischen Kolonialismus seit der Frühen Neuzeit behandelt. Im Impulsvortrag werden zunächst die verschiedenen Phasen der Kolonialgeschichte grob abgesteckt und die Rolle der Unternehmen darin beispielhaft herausgearbeitet. Im Anschluss konzentriert sich der Text auf die Geschichte des deutschen Kolonialismus seit 1884/85. Er zeigt, dass die Unternehmen vor 1884 vor Ort waren und Handelsbeziehungen geknüpft hatten. Diese Unternehmen hatten ein Interesse daran, den machtpolitischen Kontext zu ihren eigenen Gunsten zu drehen. Deshalb wirkten sie auf die deutsche Regierung ein, mit Waffen vor Ort präsent zu sein. Die resultierende Drohkulisse sollte Eindruck auf die Handelspartner vor Ort machen.

© Bundesarchiv Bild 105-DOA3466 Walter Dobbertin

Dieses Modul legt die Verflechtungen und gegenseitigen Abhängigkeiten von Unternehmen und staatlicher Kolonialherrschaft in den Kolonien dar. Gerade im Umgang mit lokalen Arbeitskräften waren Unternehmen die Akteure „on the spot“, die hierarchische und rassistische Arbeitsbeziehungen etablierten, gegen die sich die Arbeiter*innen regelmäßig und mit verschiedenen Mitteln wehrten. Auf diese Art und Weise wurde „koloniale Herrschaft“ für die Menschen vor Ort spürbar. Zudem übernahmen Unternehmen oftmals staatliche Macht und Kontrolle etwa in den Chartered Companies. Sie setzten unternehmerische und kolonialpolitische Projekte um, die oftmals zu einer tiefgreifenden Transformation von Umwelt, sozialen Gefügen und wirtschaftlichen Beziehungen führten, etwa über den Abbau von Rohstoffen (Konzessionsgesellschaften) oder landwirtschaftlicher Massenproduktion (Plantagen). Das Modul lenkt auch den Blick darauf, wie einflussreich das koloniale Denken in der sich entwickelnden Medien- und Konsumgesellschaft des Deutschen Reich war. Als Produzenten diverser Güter verarbeiteten sie nicht nur Rohstoffe kolonialen Ursprungs für die Märkte der Industrieländer, sondern sie waren auch Ausstatter für Großveranstaltungen, bspw. für Ausstellungen. Deren Produktdesign und Werbung produzierten und reproduzierten bis weit nach dem Ersten Weltkrieg koloniale Weltbilder und Imaginationen, die zum Teil bis heute für Konsumprodukte benutzt werden.
Für Deutsch-Ostafrika (heute v.a. Tansania) liegen Materialen zur Rolle von Unternehmen beim Eisenbahnbau und beim Baumwollanbau (Plantage) vor. In beiden Fällen wird besonderer Fokus auf die Arbeitsbedingungen der Menschen beim Baumwoll- und Eisenbahnbau gelegt, für die vor allem Unternehmen als deren Arbeitgeber verantwortlich waren. Weitere Bausteine geben Aufschluss über die Bedeutung von Unternehmen im Kontext von Handel, Kolonialwaren und Konsum im Rahmen der Stuttgarter Kolonialausstellung des Jahres 1928.

Texte und Informationen für Lehrkräfte zum Download
Informationen für Lehrkräfte
Modul 3_Impulsvortrag
Baumwolle
Eisenbahnen
Handelsunternehmen
Kolonialausstellung

Literaturliste und Glossar
Literaturliste
Glossar

SDW-Workshop für Stipendiaten

In Zusammenarbeit mit der Stiftung der deutschen Wirtschaft wurde 2015 erstmals ein Workshop für Studierende mit Stipendium zur Einführung in die Unternehmensgeschichte durchgeführt. Seitdem finden jährlich zwei Workshops statt. Diese Studierenden können neben wissenschaftlichen Methoden auch Einblick in Geschichte und Gegenwart eines Unternehmens nehmen. Die Unternehmen können sich dabei potentiellen Arbeitnehmern vorstellen. Prof. Dr. Jan Otmar Hesse und Dr. Roman Köster führten 2017 jeweils in die Unternehmensgeschichte ein. Barbara Eggenkämper von der Allianz SE und Dr. Andrea Hohmeyer von der Evonik Industries AG trugen zu historischen Themen der Unternehmensgeschichte ihres Hauses vor.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger

SDW-Logo

Bei Interesse, einen solchen Workshop umzusetzen, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Im Mai 2025 wurde der Workshop "Verstrickung und Verantwortung. Die Aufarbeitung der NS-Zeit von Unternehmen" erstmals online veranstaltet. Darin untersuchten die Stipendiaten historische Quellen und tauschten sich mit Historiker:innen der GUG über methodische Herausforderungen, Erkenntnisgrenzen und Verantwortung aus.

Die vergangenen Workshops fanden in Kooperation mit folgenden Unternehmen statt:

2019
Freudenberg

2018
Commerzbank AG und TRUMPF GmbH

2017
Evonik Industries AG und Allianz SE

2016
BMW AG und Thyssen Krupp AG

2015
Deutsche Bank AG und Volkswagen AG

L. Kniffler und Co. digitales historisches Archiv


Dokument aus der Kniffler-Bibliothek

Als Leuchtturmprojekt für künftige digitale Bewahrungs- und Benutzungsmöglichkeiten historischer Quellen kann die digitale Edition der internationalen Geschäftskorrespondenz des Unternehmens L. Kniffler und Co. von 1859 bis 1876 gelten. Das Editionsprojekt der Ruhr-Universität Bochum wurde durch die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte organisatorisch und wissenschaftlich begleitet. Die editierten Quellen stammen aus der Frühphase des Unternehmens L. Kniffler und Co., das 1859 in Nagasaki durch den preußischen Kaufmann Louis Kniffler gegründet und 1880 von dessen Teilhaber Carl Illies übernommen und in C. Illies und Co umbenannt wurde. Aus der Zeit Knifflers von 1859-1876 sind insgesamt 156 Geschäftsbriefe überliefert, die nun als erste Geschäftskorrespondenz eines deutschen Unternehmens aus der Zeit der japanischen Vertragshäfen herausgegeben wurden. Die Edition an sich, und gleichmehr ihre digitale Ausgabe, leisten daher einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der deutsch-japanischen Wirtschaftgeschichte und der Geschichte des deutschen Asienhandels.

Im Zuge der Edierung sind die Briefe digitalisiert, transkribiert und annotiert worden. Die nach Stichworten durchsuchbaren Quellen sind jederzeit frei einsehbar unter https://kniffler.ub.rub.de/exist/apps/Kniffler/index.html

Reisestipendien


Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte vergibt im Jahr 2026 Reisestipendien an Nachwuchswissenschaftler:innen zur Teilnahme am 3. World Congress of Business History, ausgerichtet von der Business History Society of Japan, der Canadian Business History Association, der Business History Conference, und der European Business History Association, vom 27. bis 31. Juli 2026 in Toronto, Kanada, zum Thema «Global Connections/Diverse Directions: Building Bridges Across Business Histories» stattfinden wird.

Hochschulprofessor:innen können Nachwuchswissenschaftler:innen für ein Stipendium zur Teilnahme an der internationalen Tagung vorschlagen. Dem Vorschlag sind ein kurzer Lebenslauf sowie ein maximal zweiseitiges Abstract des Tagungsbeitrags beizufügen. Bewerber:innen müssen an der jeweiligen Tagung aktiv mit einem Beitrag beteiligt sein und diesen Tagungsbeitrag im Anschluss der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (ZUG) zur Verfügung stellen, die in ihrem unabhängigen Referee-Verfahren über eine Veröffentlichung entscheidet.

Das Stipendium kann bis zu einer Höhe von derzeit 750 Euro gegen Vorlage der Teilnahmebescheinigung, entsprechender Reisekostenbelege sowie der Einreichung eines Artikels ausgezahlt werden. Über die Vergabe der Reisestipendien entscheidet eine Jury. Mitglieder sind Prof. Dr. Carsten Burhop (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Prof. Dr. Tobias Straumann (Universität Zürich).

Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. April 2026 in elektronischer Form an die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte, Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger zu senden. Bei ihr erhalten Sie auch nähere Auskünfte.

Essay Contest: History Lessons for Managers Coping With Impact of COVID-19

Contest Results

We received forty-one papers. These papers were first reviewed by a sub-committee of the Scientific Committee to determine which were suitable for publication online. We have decided to publish just six of the papers that were submitted to the competition (see table below). We decided not to publish the papers, which included some excellent studies that developed our understanding of political decisions but did not relate to the challenges company managers are now facing. Members of a separate sub-committee then ranked essays for the purposes of allocating the two prizes.

1st Price: Sioban Nelson (University of Toronto), Nursing infectious disease: a History with three Lessons

University of Toronto Professor Sioban Nelson’s paper “Nursing infectious disease: a history with three lessons” will be of great interest to health care managers currently dealing with COVID. The three lessons she presents to such managers are:
1) re-learn basis and important hygiene practices
2) innovate to cope with risk, as blood-service managers did during the HIV-AIDS pandemic
3) prepare for staffing challenges similar to those that Britain’s National Health Service experienced in the aftermath of the Second World War.


2nd Prize: Thomas DeBerge (University of Illionois), Thrift in a time of war and influenza: American mutual life insurance companies, 1917-1920

Managerial implications are presented by Thomas DeBerge, a PhD student University of Illinois, Urbana-Champaign, in his paper “Thrift in a time of war and influenza: American mutual life insurance companies, 1917-1920.” He examines the strategies used by the managers of US life insurance companies during a period in which death rates unexpectedly surged due to US participation the First World War and then, the 1918-1919 influenza epidemic. He argues that the firms that went in to the crisis with large cash reserves survived because their organizational cultures had previously promoted the value of thrift. Although it is too late for managers now dealing with COVID to go back in time and tell themselves to save more for this crisis, DeBerge’s research may be very useful for market actors who now need to predict which firms have the traits that suggest they are likely to survive the crisis. These actors include the lenders who now need to make tough judgement calls about which firms are likely to fail.


Bram Bouwens & Keetie Slyterman (Utrecht University), All Stakeholders count: the Dutch Beer Industry during the First World War

Two distinguhished Dutch business historians sent us a paper that they wanted to have published on our Website but did not want to be entered in to the Competition for the Prize. Their paper “All stakeholders count: the Dutch beer industry during the First World War,” argues that managers now confronted with COVID should strongly consider collaborating with competitors, as Dutch brewing companies did the First World War. During that crisis, the Dutch brewers mitigated the uncertainties and scarcities of the war by reaching out towards their competitors and by engaging with all their stakeholders. Their paper suggests that while commercial competition is perfectly healthy in normal periods, competitors need to cooperate during crises. They also need to be seen to be serving the common good.


Georg Colpitts (University of Calgary), Business Community Risilience while Fighting the Flu in the Fur Trade, 1797

In 1797, an influenza epidemic devastated the population of part of the territory that was important to the Hudson’s Bay Company, the London-based firm that then dominated the fur trade in the northern half of the North American continent. In his paper, “Business Community Resilience while Fighting the Flu in the Fur Trade, 1797” Professor George Colpitts of the University of Calgary explores how inter-personal relationships between HBC officers and local people in small communities helped the company to cope with this crisis. Colpitts suggests that while in normal position, a firm’s sense of purpose and identity can be promoted by non-face-to-face communications in textual media, in periods of crisis, the inter-personal networks previously developed by employees can become crucial. One possible managerial implication of this research is that in large firms faced with COVID, relationships between branch managers and local stakeholders will be particularly important.


Rika Fujioka & Tatsuro Watanabe (Kansai University), Lessons to Learn form Japanese Retailers on Natural Disaster Recovery

Japan is both an advanced economy and geologically active country with frequent earthquakes and infrequent but highly destructive tsunami. In their paper on how Japanese Retailers have recovered from historical natural disasters, Professors Rika Fujioka and Tatsuro Watanabe argue that having a pre-prepared Business Continuity Plan can help firms to survive natural disasters that disrupt their supply chains. They also show that it is important for firms to show solidarity with others in their communities during crises because stakeholders have long memories. Their research suggests that firms that act prosocially during crises are more likely to survive and emerge from the crisis with enhanced reputations. In our view, managers dealing with the social impact of COVID should pay particular attention to this last research finding.


Valerie E. Mock, Lessons From a Forgotten Pandemic

In her paper in “Lessons From a Forgotten Pandemic,” a study of how business responded to the HIV-AIDS crisis, Valerie Mock presents recommendations to managers dealing with the impact of COVID. She shows that they need to embrace the facts and be data driven, build coalitions, and analyse the needs of stakeholders.


Janice Traflet (Bucknell University), Protecting Investors in Tumultuous Times: How Reinstituting the 1938 Uptick Rule Can Make Markets More

In her paper, Professor Janice Traflet of Bucknell University drew on her earlier research on the history of the New York Stock Exchange. She explores the reasons why the so-called uptick rule was implemented in 1938 and why it was later repealed. She argues that to limit the potential negative impact of major crises, so-called “black swan” events, stock exchanges would benefit by taking steps (such as possibly reinstating the 1938 uptick rule) to improve market fairness and orderliness, and in so doing, strengthen public trust.

Contest Rules

The rules for the contest were as follows:

1. DEADLINE
All essays must be received by Tuesday 21 April by 11pm EST (New York time). The essays must be submitted before the deadline to contest@historylessonscovid.org

2. TERMS
a. Participants are free to base their essays on either primary sources, secondary sources, or a mixture of the two but they must not break local self-isolation/social distancing guidelines in the course of preparing their essays. No going to the library!!
b. By submitting your essay, you declare that you are the author, is based on accurate historical data, and that you give us your consent to publish the essay.

3. FORMAT
a. Essays must be fully referenced according to a single consistent format such as APA or Chicago footnotes and should be between 4 and 5 pages (double spaced, Times New Roman, 12 point font) not including list of references at the end.
b. APA format and should be between 4 and 5 pages (double spaced, Times New Roman, 12 point font) not including list of references at the end.
c. We encourage authors to hyperlink to cited sources whenever possible.
d. Each essay must begin with a one-paragraph practitioner summary that gives clear advice to managers.
e. All submitted essays must be in English.
f. Essays can summarise your own previously published research, and can draw on the existing secondary literature, or can be based on primary source you start doing now.

4. ADJUDICATION
The submissions will be judged by the Contest’s Scientific Committee, comprised of distinguished business historians who have relevant expertise and who have, in the past, made historical research findings relevant to managers (see the list of jurors). The Committee’s findings will be final.

5. PRIZES
The prize for the best essay is $500 U.S.
The prize for the second best essay is £200.

6. CRITERIA
In judging the essays, we will give equal weighting to two criteria: the utility of managers of the recommendations you provide based on your historical research and the reliability of your historical research findings. Your conclusions about what worked for managers in the past will be more convincing to the jury if they are based on solid historical research and analysis rather than a very limited and cursory review of a couple of sources.

7. PUBLICATION
The essays will be published on this webside.

Acknowledgement

The Prize for the best essay has been generously donated by Dimitry Anastakis, L.R. Wilson/R.J. Currie Chair in Canadian Business History at the Rotman School and the Department of History at the University of Toronto.


The Prize for the second-best essay of 200GBP has been generously provided by Dr Nicholas Wong and Professor John Wilson of Newcastle Business School, Northumbria University.

Many thanks to the Gesellschaft für Unternehmensgeschichte for hosting the website associated with this initiative.

Dr Andrew Smith would also like to acknowledge the assistance of Ken Umemura-Smith.

Scientific Commitee

  • Alfred Reckendrees, Copenhagen Business School
  • Andrea H. Schneider-Braunberger, Gesellschaft für Unternehmensgeschichte GUG e.V., Frankfurt-am-Main
  • Aparajith Ramnath, Amrut Mody School of Management, Ahmedabad University
  • Catherine Casson, University of Manchester
  • Charles Harvey, Newcastle University Business School
  • Chris McKenna, Saïd Business School and Brasenose College, Oxford
  • Dimitry Anastakis, Wilson-Currie Chair in Business History, University of Toronto
  • Greig Mordue, ArcelorMittal Chair in Advanced Manufacturing Policy, McMaster University
  • Hubert Bonin, Université de Bordeaux
  • Jan Ottosson, Professor of Economic History Uppsala University
    J#ohn Wilson, Newcastle Business School
  • Kenneth Lipartito, Florida International University
  • Laurence B. Mussio, SIERC, Inc.; Co-Founder, Long Run Initiative (LRI).
  • Ludovic Cailluet, EDHEC Business School, Paris and Lille
  • Marcelo Bucheli, Gies College of Business, University of Illinois at Urbana-Champaign
  • Nicholas Wong, Newcastle Business School
  • Peter Miskell, Henley Business School
  • Pierre-Yves Donzé, Osaka University, Graduate School of Economics
  • Rika Fujioka, Faculty of Commerce, Kansai University
  • Robert E. Wright, Rudy and Marilyn Nef Family Chair of Political Economy at Augustana University
  • Tom Buckley, University of Sheffield Management School

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