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Förderung unternehmenshistorischer Forschung

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) ist eine international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung zur Förderung der unternehmenshistorischen Forschung. Sie ist im Council der European Business History Association (EBHA) vertreten und Mitglied der International Economic History Association (IEHA).

Die GUG


Institution zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs:
Die GUG stellt allen interessierten Wissenschaftlern ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch bereit. Dazu organisiert sie beispielsweise Vortragsveranstaltungen, Symposien und Arbeitskreise.

Mittlerin zwischen Wissenschaft und Praxis:
Die unternehmensgeschichtliche Forschung ist ein Prozess der Gewinnung neuer Erkenntnisse, der von der Beteiligung und Unterstützung eines breiten Spektrums von Unternehmen und Wissenschaftlern lebt. Demgemäß versteht sich die GUG als Netzwerk zur Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern. Über dieses Netzwerk können Unternehmen aktuelle Problemstellungen in die wissenschaftliche Diskussion einbringen.

Partnerin der Unternehmen:
Die GUG steht den Unternehmen in allen Fragen rund um die Darstellung ihrer Geschichte zur Seite. Sie bietet ihre Unterstützung beim Aufbau von Firmenarchiven in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der deutschen Wirtschaftsarchive e.V. und bei der Dokumentation sowie Publikation von Unternehmensgeschichten an.


Neuerscheinung:


Johannes Bähr, Paul Erker, NetzWerke - Die Geschichte der Stadt- werke München, München 2017



München leuchtet - In der Entwicklung der kommunalen Daseinsvorsorge spiegelt sich die Geschichte einer Stadt. Johannes Bähr und Paul Erker zeigen in einem eindrucksvollen Panorama, wie in München über mehr als zweihundert Jahre hinweg aus bescheidenen Anfängen eine umfassende Versorgungswirtschaft entstand. Es wird deutlich, dass der Aufstieg der Stadt mit bahnbrechenden Leistungen bei der Wasser- und Energieversorgung wie bei den Verkehrsbetrieben zusammenhing. Erstmals untersuchen die beiden Historiker auch die Rolle der Münchner Stadtwerke im »Dritten Reich« und darüber hinaus die große Transformation von der defizitären Kommunalbehörde zum erfolgreichen Infrastruktur- dienstleistungskonzern. Die Stadtwerke München schlugen dabei einen eigenen Weg ein, der nicht nur die Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen sicherte, sondern sie auch um zum größten Kommunalversorger Deutschlands werden ließ.

Roman Köster, Standort weiß-blau. 125 Jahre Deutsche Bank in Bayern, München 2017



Seit 125 Jahren ist die Deutsche Bank ein wichtiger Teil der bayerischen Wirtschaft. Als erste der Berliner Großbanken wagte sie am 1. Juli 1892 den Schritt von Preußen nach Bayern und eröffnete in München die „Bayerische Filiale der Deutschen Bank“. Die Konkurrenz am aufstrebenden Finanzplatz München war groß. Doch kein anderes Institut hatte so viele gute Verbindungen in Europa, Amerika, Asien, Afrika und sogar Australien. Dies gilt unverändert noch heute. Ihr internationales Netzwerk und ihre Kapitalmarktkompetenz macht sie zum wertvollen Partner der bayerischen Unternehmen.
Die reich bebilderte Publikation zeigt, wie tief die Deutsche Bank in Bayern verwurzelt ist und wie eng sie den Aufstieg des Freistaats zum dynamischen Industrie- und Technologie-Standort begleitet.

Sebastian Teupe, Die Schaffung eines Marktes. Preispolitik, Wettbewerb und Fernsehgerätehandel in der BRD und den USA 1945–1985, Berlin 2016



Haben die Märkte in Westdeutschland und den USA unterschiedlich funktioniert? Die Studie der Wirtschaftssoziologie untersucht diese Frage, indem sie sich gezielt auf den Markt für Fernsehgeräte konzentriert. Sie zeigt, dass soziale Kontexte das Marktverhalten von Herstellern, Händlern und Verbrauchern entschieden gestalten. Die Studie übersteigt somit das Modell der nationalen "Marktkulturen", um Veränderungen und Ähnlichkeiten zwischen den Verbrauchermärkten in den beiden Gesellschaften zu offenbaren.


Jörg Lesczenski, Thomas Mayer, Andrea H. Schneider (Hg.), Vom Bocholter Wattefritzen zum internationalen Automobilzulieferer, Essen 2016



Die Geschichte der Unternehmensgruppe Borgers ist außergewöhnlich. Anders als die meisten deutschen Unternehmen existiert Borgers seit weit mehr als 100 Jahren und wird seit der Betriebsgründung 1866 kontinuierlich von Angehörigen der Gründerfamilie geführt. In den zurückliegenden 150 Jahren musste sich das Bocholter Unternehmen immer wieder neu erfinden, um nicht im Strudel der wirtschaftlichen und politischen Krisen im 19. und 20. Jahrhundert unterzugehen. Die drei Autoren zeichnen nach, wie sich Borgers von einer kleinen Wattefabrik zu einem international aufgestellten Systemlieferanten in der Automobilbranche entwickelte. Die Studie beschreibt das vielfältige Zusammenspiel von Familie und Unternehmen und setzt sich detailliert mit den Generationen der Familie Borgers und ihren Streitigkeiten auseinander, die das Unternehmen bisweilen an den Abgrund führten.


Hartmut Berghoff, Cornelia Rauh, Thomas Welskopp (Hg.), Tatort Unternehmen. Zur Geschichte der Wirtschaftskriminalität im 20. und 21. Jahrhundert, Berlin 2016



Der Band untersucht anhand prominenter Beispiele die Verbindung von Wirtschaftskriminalität und Unternehmen. Die Autoren stellen bekannte Fälle von Wirtschaftskriminalität vor, ermitteln Motive der Täter und beleuchten die – meist weitreichenden negativen – Folgen für alle Beteiligten vom Täter über die betroffenen Unternehmen bis zur Politik.


Susanne Kill, Christopher Kopper, Jan-Henrik Peters (Hg.), Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR. Häftlingszwangsarbeit und Gefangenentransporte in der SED-Diktatur, Essen 2016



Der Strafvollzug an politischen Gefangenen in der DDR ist eines der bedrückendsten Kapitel in der Geschichte der SED-Diktatur. Nicht nur dass das Gefängnissystem der DDR als besonders rückständig galt, auch die Arbeit von Gefangenen war innerhalb der sozialistischen Planwirtschaft eine feste Größe in der DDR-Ökonomie. Viele der politischen Gefangenen erlebten die Haftzwangsarbeit als besonders demütigend. Auch die Staatsbahn der DDR, die Deutsche Reichsbahn, war in den Strafvollzug eingebunden. Zunächst einmal ganz offensichtlich, indem die Reichsbahn bis zum Ende der DDR Zellenwagen für den Häftlingstransport zur Verfügung stellte. Weniger bekannt aber ist, dass Gefangene bereits seit den 1950er Jahren für die Deutsche Reichsbahn arbeiteten. Die Deutsche Bahn AG hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben. Die Autoren des Buches gehen den Fragen nach: „Wann, wo und unter welchen Bedingungen wurde für die Deutsche Reichsbahn in der DDR Häftlingszwangsarbeit geleistet?“ Zeitzeugen schildern ihre individuellen Erfahrungen mit dem Strafvollzug.

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